Die Behörden des Mu-Ko-Lanta-Nationalparks haben eine Warnung für Besucher herausgegeben, nachdem am Laem-Tanod-Strand mehrere Portugiesische Galeeren (Physalia physalis) angespült wurden. Die hochgiftigen Meerestiere wurden bei einer routinemäßigen Sicherheitskontrolle am Morgen des 5. Juni entdeckt. Als Vorsichtsmaßnahme wurden rote Warnflaggen gehisst und das Baden im betroffenen Küstenabschnitt vorübergehend untersagt.
Die Portugiesische Galeere wird häufig mit einer Qualle verwechselt, ist jedoch tatsächlich keine echte Qualle. Sie besteht aus einer Kolonie spezialisierter Polypen, die gemeinsam als Organismus leben. Charakteristisch ist ihre bläulich-violette Schwimmblase, die an der Wasseroberfläche treibt, während ihre Tentakel mehrere Meter lang werden können. Diese enthalten ein starkes Gift, das bei Menschen äußerst schmerzhafte Hautreaktionen und in seltenen Fällen schwere gesundheitliche Komplikationen verursachen kann.
Nach Angaben der Nationalparkverwaltung wurden die Tiere durch Strömungen und Wind an die Küste getragen. Die Behörden verstärkten daraufhin die Überwachung der Strände und warnten sowohl Touristen als auch Bootsbetreiber vor dem Kontakt mit den Organismen. Selbst angespülte oder bereits abgestorbene Portugiesische Galeeren können noch gefährliche Nesselzellen besitzen und sollten keinesfalls berührt werden.
Typische Symptome nach einer Berührung mit diesem Nesseltier sind:
Sofort einsetzender, intensiver Schmerz („wie ein Peitschenhieb“)
Rote, geschwollene Hautstreifen entlang der Berührungsstelle
Brennen und Juckreiz
Übelkeit und Erbrechen
Muskelkrämpfe
Kopfschmerzen
Herzrasen
Die meisten Todesfälle entstehen indirekt durch Ertrinken nach einem Stich oder durch schwere allergische Reaktionen.
Der Laem-Tanod-Strand liegt im Mu-Ko-Lanta-Nationalpark an der Südspitze von Koh Lanta. Das Schutzgebiet umfasst zahlreiche Inseln, tropische Wälder und Küstenabschnitte und zählt zu den bedeutendsten Naturattraktionen der Provinz Krabi. Jährlich besuchen Tausende Urlauber den Nationalpark, der insbesondere für seine Strände, Wanderwege und den markanten Leuchtturm bekannt ist.
Besucher werden gebeten, Warnhinweise der Parkverwaltung zu beachten und bei Sichtungen der Tiere sofort die zuständigen Ranger zu informieren. Die Nationalparkbehörde kündigte an, die Situation weiterhin eng zu überwachen und die Badeverbote erst aufzuheben, wenn keine Gefahr mehr für Badegäste besteht.