Etwa 1000 Kilometer westlich von Perth im Indischen Ozean haben Wissenschaftler einen spektakulären Fund gemacht: den mit Abstand größten Walfriedhof der Welt. Fast 500 Walüberreste liegen dort verstreut in Tiefen von bis zu 7000 Metern.
Die Fossilien sind teils Millionen Jahre alt und stammen aus verschiedenen Epochen. Manche der Walskelette sind noch erstaunlich gut erhalten, obwohl sie seit Jahrtausenden am Meeresgrund liegen.
Wie spiegel.de berichtet, sprechen die Forschenden von einem "Walsturz-Superkorridor". Wenn ein Wal stirbt und sein Körper absinkt, nennt man das einen "Walsturz". An diesem speziellen Ort im Indischen Ozean haben sich über Jahrmillionen hinweg besonders viele dieser Walskelette angesammelt.
Die Wissenschaftler vermuten, dass die besonderen Bedingungen am Meeresgrund für die Ansammlung verantwortlich sind. Die enorme Tiefe und spezielle Strömungsverhältnisse haben dazu geführt, dass sich die Walkadaver an diesem Ort sammelten.
Der Fund ist für die Meeresforschung von großer Bedeutung. Die alten Walskelette können wichtige Erkenntnisse über die Entwicklung der Meeressäuger und die Geschichte der Ozeane liefern.
Für die Wissenschaft ist der Walfriedhof ein Glücksfall. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es eine vergleichbare Ansammlung von Walfossilien in solcher Tiefe. Die Forscher wollen den Ort nun genauer untersuchen, um mehr über die Lebensweise ausgestorbener Walarten zu erfahren.