Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad suchen viele Familien in Wien nach einer Möglichkeit zur Abkühlung. Umso größer ist der Ärger im Westen der Stadt: Der Wasserspielplatz im Baumgartner-Casino-Park in Penzing bleibt trocken.
So schreibt etwa eine Oma, die anonym bleiben möchte, an "Heute": "Viele Kinder sind bei dieser Hitze enttäuscht darüber, dass der Wasserspielplatz nicht funktioniert. Leider ist dieser angeblich schon seit längerer Zeit außer Betrieb."
Auf "Heute"-Nachfrage bestätigt eine Sprecherin der MA 42 (Wiener Stadtgärten), dass der Wasserspielplatz bei der saisonalen Inbetriebnahme Ende April überprüft wurde. Dabei seien mehrere technische Mängel an der Steuerung festgestellt worden.
"Die erforderlichen Reparaturarbeiten wurden bereits beauftragt, allerdings sind mehrere Ersatzteile nötig. Derzeit kann daher noch kein konkreter Termin für die Wiederinbetriebnahme genannt werden", heißt es. Erst wenn die Arbeiten abgeschlossen sind und ein sicherer Betrieb gewährleistet werden kann, werde das Wasserspiel wieder eingeschaltet.
Der Wasserspielplatz wurde im Mai 2022 als neue Attraktion im Baumgartner-Casino-Park eröffnet. Die Anlage verfügt über Bodenfontänen, einen Sprühschirm und einen Wasserspiel-Wal, der feinen Sprühnebel erzeugt.
Kinder können die einzelnen Wasserelemente selbst über ein Drehrad aktivieren. Aus Gründen der Wassereinsparung laufen die einzelnen Stationen nicht gleichzeitig, zudem gibt es regelmäßige Pausen. Aktiviert wird die Anlage über einen Sensor erst ab einer Außentemperatur von mindestens 25 Grad.
Ganz reibungslos verlief der Betrieb allerdings schon kurz nach der Eröffnung nicht. Damals kam es aufgrund der zu langsamen Versickerung des Wassers zu Überschwemmungen im Bereich des Spielplatzes. Die Stadt reagierte und errichtete einen zweiten Sickerschacht, um das Wasser besser ableiten zu können.
Die MA 42 reagierte rasch und ließ einen zweiten Sickerschacht samt Sickerkoffer errichten. Laut Stadt floss das Wasser danach zunächst in den ersten Sickerschacht und bei Bedarf weiter in den zweiten, um Überschwemmungen zu verhindern. Bezirksvorsteherin Michaela Schüchner lobte damals die schnelle Umsetzung; die Arbeiten waren rund acht Tage nach der Meldung abgeschlossen.