Landwirtschaft leidet

"Ohne Wasser kein Leben": Grundwasserstand sinkt weiter

Unter der steigenden Dürre in Österreich leidet nun auch das Marchfeld. Die Grünen üben jetzt harte Kritik am Landwirtschaftsminister.
Newsdesk Heute
08.07.2026, 14:58
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Eine hohe Wassermenge gehört seit jeher zu dem was Österreich ausmacht. Der extrem trockene Jahresbeginn wirft jedoch die Frage auf: Wie lange noch? Nun ist auch die Landwirtschaft davon betroffen. Gemüsebauer Robert Kriegl musste heuer erstmals seine Felder beregnen lassen. Die Kombination aus Wind und Hitze sorgt für eine noch schneller Verdunstung. Genau das stellt die Landwirtschaft vor Probleme. Einfach gesagt: Je trockener es ist, desto seltener und somit auch teurer werden die Produkte aus dem Marchfeld.

Der Grundwasserstand ist mit derzeitigen 7 Metern deutlich unter dem Durchschnitt, berichtet der ORF. Desto weiter er sinkt, desto mehr Energie muss man aufwenden um das Wasser hochzupumpen. Deshalb ist die Nutzwasserversorgung durch den Marchfeldkanal sehr wichtig. Der Geschäftsführer Franz Steiner ist klar für ein Grundwasserentnahmeregister, auch in anderen Regionen. Laut EU-Verordnung sollte Österreich schon seit über 20 Jahren ein solches Register haben.

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Kritik der Grünen an den Landwirtschaftsminister

ÖVP-Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig beteuert, bereits einen Entwurf für so ein Register erstellt zu haben. Wichtig sei, in solchen Trockenzeit einen sicheren und korrekten Plan zu haben. Laut den Grünen blockiere die ÖVP die Umsetzung dafür selbst, was in Zeiten wie diesen fahrlässig sei.

Wasserspeicher absolut notwendig

2014 begann der niederösterreichische Bezirk Neunkirchen sein Wassernetz zu untersuchen. Vor einem Jahr wurde dann ein neuer Wasserspeicher errichtet. Es sei der letzte Schritt gewesen, die Wasserversorgung neu aufzustellen, so der Vize-Bürgermeister. Der Zwischenspeicher soll dabei als Puffer für Trockenphasen dienen.

Bau des größten Trinkwasserspeichers in Wien.
Denise Auer

Ebenfalls in Niederösterreich entsteht für Wien gerade der größte geschlossene Wasserspeicher der Welt. Dieser soll eine Milliarde Liter Wasser fassen: So viel brauchen die Wiener an zwei extrem heißen Sommertagen. Der Wasserverbrauch steigt aber nicht nur wegen der enormen Hitze: Wien wird bis 2050 um mindestens 300.000 Menschen (Einwohner von Graz) anwachsen. Deshalb hält der Stadtrat Jürgen Czernohorszky das Wasserentnahmeregister für absolut sinnvoll.

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