Das Abendessen ist vorbei, die Pfanne noch warm – und wie ganz automatisch landet ein Spritzer Spülmittel auf dem Schwamm. Was nach der gründlichsten Art der Reinigung aussieht, kann manchen Pfannen jedoch langfristig schaden. Denn nicht jedes Material verträgt den täglichen Kontakt mit Spülmitteln gleich gut.
Viele machen sich beim Kauf Gedanken über Größe, Beschichtung oder Preis – die richtige Pflege gerät dagegen oft in den Hintergrund. Dabei entscheidet genau diese darüber, wie lange eine Pfanne wirklich hält. Besonders empfindlich reagieren gusseiserne Pfannen, Modelle aus Kohlenstoffstahl und viele Antihaft-Pfannen. Sie besitzen Oberflächen, die durch falsche Reinigung nach und nach beschädigt werden können.
Gusseiserne Pfannen entwickeln mit der Zeit eine natürliche Schutzschicht, das sogenannte "Seasoning". Diese eingebrannte Ölschicht sorgt dafür, dass Speisen weniger anhaften und das Material vor Rost geschützt wird.
Wird die Pfanne regelmäßig mit Spülmittel gereinigt, kann diese Patina nach und nach abgebaut werden. Die Folge: Lebensmittel kleben schneller an, die Pfanne rostet leichter und verliert einen Teil ihrer natürlichen Antihafteigenschaften. Auch Pfannen aus Kohlenstoffstahl reagieren ähnlich. Sie profitieren ebenfalls von einer gut erhaltenen Patina und sollten deshalb möglichst schonend gereinigt werden.
Bei beschichteten Antihaft-Pfannen ist das Problem weniger offensichtlich. Zwar vertragen sie grundsätzlich etwas Spülmittel, aggressive Reiniger oder raue Schwämme können die Beschichtung jedoch schneller altern lassen. Mit der Zeit können sich winzige Partikel lösen, wodurch die Antihaftwirkung nachlässt und die Pfanne früher ersetzt werden muss.
Anders sieht es bei Edelstahlpfannen ohne Beschichtung aus. Sie lassen sich in der Regel problemlos mit Spülmittel reinigen. Das Gleiche gilt für emaillierte Pfannen, sofern die Emaille-Schicht keine Beschädigungen aufweist.
Für Gusseisen und Kohlenstoffstahl empfehlen viele Profis eine besonders schonende Reinigung. Am besten wird die noch warme, aber nicht mehr heiße, Pfanne mit heißem Wasser sowie einer weichen Bürste oder einem weichen Schwamm ausgewischt. Auf Spülmittel kann dabei meist verzichtet werden. Hartnäckige Speisereste lassen sich oft mit etwas grobem Salz und wenigen Tropfen Öl lösen. Das Salz wirkt wie ein natürliches Scheuermittel, ohne die schützende Oberfläche anzugreifen.
Mindestens genauso wichtig wie das Reinigen ist das anschließende Trocknen. Vor allem Gusseisen und Kohlenstoffstahl sollten sofort gründlich abgewischt und anschließend kurz auf den noch warmen Herd gestellt werden. So verdunstet auch die letzte Restfeuchtigkeit und Rost hat kaum eine Chance. Zum Schluss empfiehlt sich ein hauchdünner Film Speiseöl: Er schützt die Oberfläche und erhält die natürliche Patina.
Die wichtigste Regel lautet deshalb: Je empfindlicher die Oberfläche einer Pfanne ist, desto sanfter sollte sie gereinigt werden. Mit der richtigen Pflege hält hochwertiges Kochgeschirr oft viele Jahre.