Harter VW-Sanierungsplan

Volkswagen streicht die Hälfte (!) seiner Auto-Modelle

Volkswagen reagiert auf schwierige Marktbedingungen und streicht die Hälfte seiner Modelle. Auch Jobs und Werke könnten betroffen sein.
Newsdesk Heute
09.07.2026, 21:16
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Volkswagen steht unter Druck: Der deutsche Autokonzern kündigt an, seine Modellpalette drastisch zu verkleinern. Bis zu 50 Prozent der Modelle sollen aus dem Programm genommen werden, auch die Ausstattungslinien werden deutlich reduziert.

Mit diesem Schritt will VW auf die wachsende Konkurrenz, vor allem aus China, reagieren. Gleichzeitig werden Strukturen verschlankt, Überkapazitäten abgebaut und Investitionen verstärkt auf das Kerngeschäft ausgerichtet.

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Wie die "Bild" berichtet, könnten im Rahmen des Sanierungsplans bis zu 120.000 Arbeitsplätze wegfallen und bis zu vier deutsche Werke geschlossen werden. Hintergrund sind steigende Kosten, geopolitische Unsicherheiten und ein härterer Wettbewerb auf dem Automarkt.

betriebsrat stellt Vorstand Ultimatum

Ziel von Volkswagen ist es, durch die massiven Einschnitte eine weitere Krise zu verhindern und den Abstand zur Konkurrenz zu wahren. Der Betriebsrat von Volkswagen hat dem Vorstand die Rute ins Fenster gestellt. Bis Freitag muss sich VW-Chef Oliver Blume "unmissverständlich" zu den massiven Sparplänen äußern, wie der Konzernbetriebsrat am Donnerstagabend mitteilte.

"Der Umgang des Vorstands mit der Belegschaft ist an Respektlosigkeit nicht mehr zu überbieten", sagte die Konzernbetriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo. Es sei "unverantwortlich, die Belegschaft im Unklaren zu lassen und so in den Urlaub zu schicken".

Falls der Konzernchef der Aufforderung nicht nachkommt, wird es nach der Sommerpause "VW-weit und zeitgleich außerordentliche Betriebsversammlungen" geben, "um die Vorstände dort ans Mikrophon zu zitieren", so der Betriebsrat weiter. Cavallo betonte, dass es keine Werksschließungen geben dürfe und ein Stellenabbau nur freiwillig und sozial verträglich ablaufen dürfe.

Der Konzernvorstand teilte am Abend nach der Aufsichtsratssitzung mit, dass die "strategische Neuausrichtung" des Unternehmens fortgesetzt wird. Die Modellpalette werde auf die "attraktivsten Marktsegmente konzentriert" und schrittweise um bis zu 50 Prozent "gestrafft". Die Angebotskomplexität – etwa die Anzahl möglicher Ausstattungsoptionen – werde um bis zu 75 Prozent reduziert. Die Produktionskapazitäten sollen auf neun Millionen Fahrzeuge pro Jahr angepasst werden. Zu Stellenabbau und Werksschließungen gab es vom Konzern keine Angaben.

Laut Medienberichten könnten bei Volkswagen bis zu 100.000 der rund 657.000 Arbeitsplätze weltweit gestrichen werden. Außerdem überlegt Konzernchef Blume demnach, die Kernmarke Volkswagen und Teile der Komponentenfertigung aus der bestehenden Konzernstruktur der Volkswagen AG herauszulösen und in eigenständige Gesellschaften zu überführen. Damit könnte er die besonderen Mitbestimmungsrechte und die Sperrminorität des Landes Niedersachsen umgehen, die im VW-Gesetz verankert sind.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 09.07.2026, 22:20, 09.07.2026, 21:16
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