Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit reicht – und schon kleben angebrannte Essensreste hartnäckig am Topfboden. Selbst langes Schrubben bringt oft kaum Erfolg. Doch ausgerechnet ein Produkt, das eigentlich im Badezimmer seinen festen Platz hat, soll eingebrannte Töpfe wieder sauber bekommen: Rasierschaum.
Was normalerweise für eine gründliche Rasur verwendet wird, entwickelt sich in den sozialen Medien immer mehr zum Putz-Hack. Der Grund: Rasierschaum enthält Tenside und weitere reinigende Inhaltsstoffe, die Fett und Schmutz lösen können. Gleichzeitig haftet der Schaum gut auf Oberflächen und kann dadurch länger einwirken als viele flüssige Reiniger.
Die Anwendung ist unkompliziert: Sprühe den eingebrannten Topfboden großzügig mit Rasierschaum ein und verteile ihn gleichmäßig. Anschließend sollte der Schaum mindestens 20 bis 30 Minuten einwirken. Bei besonders hartnäckigen Verkrustungen kann sich auch eine längere Einwirkzeit lohnen.
Danach den Schaum mit einem weichen Schwamm oder Tuch abwischen. Oft lassen sich die gelösten Rückstände nun deutlich leichter entfernen. Zum Schluss den Topf gründlich mit warmem Wasser und Spülmittel reinigen, damit keine Rückstände des Rasierschaums zurückbleiben.
Die Reinigungsleistung steckt vor allem in den enthaltenen Tensiden: Sie lösen Fett und Schmutz von Oberflächen und erleichtern dadurch das Entfernen eingebrannter Rückstände. Zudem weicht der Schaum angetrocknete Verschmutzungen an, sodass weniger Kraft beim Putzen nötig ist.
Vor allem Edelstahl- oder Emailletöpfe können von dieser Methode profitieren. Wunder sollte man allerdings nicht erwarten: Sind Speisereste bereits extrem stark eingebrannt, braucht es unter Umständen mehrere Anwendungen oder spezielle Küchenreiniger.
Bevor der Rasierschaum zum Einsatz kommt, lohnt sich ein Blick auf das Material. Bei empfindlichen Antihaftbeschichtungen oder besonderen Oberflächen empfiehlt es sich, den Schaum zunächst an einer unauffälligen Stelle zu testen und auf scheuernde Schwämme zu verzichten.
Grundsätzlich gilt: Rasierschaum ist für die Reinigung gedacht – nicht für den Kontakt mit Lebensmitteln. Deshalb sollte das Kochgeschirr nach der Anwendung immer sorgfältig mit Spülmittel und klarem Wasser gereinigt werden.