Wer sich unter eine warme Dusche stellt, denkt nicht immer an die Nebenkostenabrechnung. Doch der Verbrauch von Wasser und Heizenergie beim Duschen summiert sich über das Jahr schnell auf mehrere hundert Euro. Die gute Nachricht: Die Kosten lassen sich um rund 90 Prozent reduzieren, ohne an der Temperatur schrauben zu müssen.
Ein Rechenbeispiel zeigt, wie hoch die Kosten sein können: Wer täglich zehn Minuten bei 38 Grad duscht und einen herkömmlichen Duschkopf mit zwölf Litern pro Minute nutzt, zahlt laut Duschrechner der Verbraucherzentrale NRW jährlich rund 436 Euro. Gleichzeitig werden dabei 477 Kilogramm CO2 ausgestoßen.
Mit wenigen Änderungen lässt sich das massiv senken, heißt es auf Utopia.de. Folgende Maßnahmen halbieren jeweils die Kosten: nur jeden zweiten Tag duschen statt täglich, die Duschzeit auf fünf Minuten halbieren oder einen Sparduschkopf verwenden, der nur sechs Liter pro Minute durchlässt. Wer alle Tipps kombiniert, spart bis zu 381 Euro im Jahr.
Noch mehr lässt sich sparen, wenn du die Dusche während des Einseifens und Shampoonierens abdrehst. Damit sind sogar 90 Prozent Ersparnis möglich. Für die fiktive Beispielperson im Utopia-Artikel würde das 392 Euro weniger im Jahr bedeuten.
Einen Sparduschkopf gibt es bereits ab etwa 20 Euro mit fünf Jahren Garantie. Die Anschaffungskosten amortisieren sich meist innerhalb weniger Monate. Laut Experten ist die Warmwasseraufbereitung in vielen Haushalten nach der Heizung der größte Energieverbraucher – entsprechend groß ist das Einsparpotenzial.
Wer denkt, nur jeden zweiten Tag zu duschen sei unhygienisch, irrt sich. Wasser greift den Säureschutzmantel der Haut an, der vor Schadstoffen und Krankheiten schützt. Experten empfehlen daher, nur zwei- bis dreimal pro Woche zu duschen. Auch bei hohen Temperaturen reicht oft die Reinigung mit dem Waschlappen.
Wer zusätzlich kalt duscht, spart noch mehr. Im Rechenbeispiel würde die Kombination aller Maßnahmen plus kaltes Wasser die Kosten auf nur noch 22 Euro im Jahr senken – eine Ersparnis von 95 Prozent. Der direkte Energieverbrauch sinkt damit auf null.