Internationaler Umwelttag

Wasser wird knapp – "Global 2000" schlägt Alarm

Hitzewellen, Trockenheit und sinkende Grundwasserstände setzen Österreich zu. "Global 2000" fordert jetzt rasche Maßnahmen von der Politik.
Bernd Watzka
03.06.2026, 15:24
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Am Freitag, 5. Juni wird wieder weltweit der Weltumwelttag begangen. Für die österreichische Umweltschutzorganisation "Global 2000" steht heuer ein Thema besonders im Mittelpunkt: Wasser.

Sinkende Grundwasserstände

Die erste Hitzewelle bereits im Mai, der trockenste Frühling seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und sinkende Grundwasserstände zeigen, dass Wasser auch in Österreich keine Selbstverständlichkeit mehr ist, so Anna Leitner, Sprecherin für Ressourcen und Lieferketten bei "Global 2000".

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4.700 Liter pro Tag und Person

Besonders problematisch sei der versteckte Wasserverbrauch - in Österreich 4.700 Liter pro Kopf und Tag. Viele Produkte verbrauchen enorme Mengen Wasser bei der Herstellung - oft weit entfernt von Österreich. "Einwegprodukte wie E-Zigaretten, Fast Fashion oder unnötige Verpackungen verbrauchen wertvolle Wasserressourcen und landen oft schon nach kurzer Zeit im Müll", sagt Leitner.

Jeans schlucken Tausende Liter

Besonders groß ist der Wasserbedarf bei Kleidung. Für ein T-Shirt werden laut "Global 2000" rund 2.500 Liter Wasser benötigt, für eine Jeans sogar mehr als 3.500 Liter. Gleichzeitig landen jährlich rund 23 Kilogramm Kleidung pro Person im Müll. Das entspricht einem Wasserverbrauch von 200.000 Litern - oder 1.500 gefüllten Badewannen.

Milliarden Liter Einsparung möglich

Auch bei Verpackungen sieht die Organisation großes Einsparungspotenzial. Durch den verstärkten Einsatz von Mehrwegverpackungen bei Kaffee, Burgern oder Soßen könnten europaweit jährlich rund 2,6 Billionen Liter Wasser eingespart werden. "Das entspricht etwa 80 Prozent des jährlichen Wasserverbrauchs Österreichs", so Leitner.

Forderung an die Regierung

Global 2000 fordert daher strengere Vorgaben für Unternehmen. Das Beispiel des Pfandsystems für Dosen und PET-Flaschen zeige, dass freiwillige Maßnahmen allein nicht ausreichen. Gefordert werden unter anderem strengere Regeln gegen Fast Fashion, langlebigere Produkte und ein wirksames Kreislaufwirtschaftsgesetz.

Der Zeitdruck ist groß: Die EU-Lieferkettenrichtlinie muss bis Juni 2027 umgesetzt werden, neue Regeln zur Herstellerverantwortung für Textilien folgen bereits 2028.

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