Kinderhelme im Visier

Erschreckendes Testergebnis – alle Produkte mangelhaft

Fahrradhelme für Kinder: Experten haben sie ganz genau unter die Lupe genommen. Das Testergebnis ist erschreckend – "Heute" hat die Details.
Oberösterreich Heute
08.07.2026, 05:00
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Sicherheit geht vor: Bis zum zwölften Lebensjahr gilt in Österreich Helmpflicht beim Radfahren. Eindrucksvoller Beleg, wie wichtig der Kopfschutz ist: Laut einer groß angelegten US-Untersuchung sinkt bei einem Unfall das Risiko eines schweren Hirntraumas um 52 Prozent. Auch die Gefahr, an den Folgen zu sterben, um 44 Prozent geringer.

Das Magazin "Konsument" nahm das zum Anlass, 17 Produkte zu untersuchen, die hierzulande erhältlich sind. Vorweg: Keiner der geprüften Helme konnte sowohl beim Unfallschutz als auch bei der Handhabung vollständig überzeugen.

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Die meisten Modelle wurden lediglich als "durchschnittlich" bewertet. Zwei Helme waren sogar nur "weniger zufriedenstellend". Trotzdem gilt: Auch ein Erzeugnis mit Mängeln bietet deutlich mehr Schutz als gar keines.

Im aktuellen Test konnten zwar alle geprüften Modelle Aufprallkräfte deutlich abfedern und damit schwere Kopfverletzungen verhindern. Dennoch zeigten sich Unterschiede bei der Schutzwirkung.

Besonders die Modelle von Fischer, Poc und Puky wiesen Schwächen bei den Stoßprüfungen auf. Insgesamt bieten diese Helme aber immer noch einen befriedigenden Unfallschutz. Auch wenn sie insbesondere den Schläfenbereich besser schützen könnten.

Tipps für den Helmkauf:

  • Den Kopfumfang des Kindes etwa einen Zentimeter über den Augenbrauen messen. Dieser Wert dient aber nur als grobe Orientierung, da letztlich die Kopfform entscheidend ist.
  • Der Helm muss waagrecht sitzen und Stirn, Schläfen sowie Hinterkopf abdecken. Die Vorderkante sollte etwa zwei Fingerbreit über den Augenbrauen liegt. Das Kind bei der Anprobe den Verschluss selbst öffnen und schließen lassen, um die Alltagstauglichkeit zu prüfen.
  • Den Helm sorgfältig anpassen: Er muss fest sitzen, ohne zu drücken oder zu wackeln. Die seitlichen Gurtbänder sollten Fingerbreit unter den Ohren ein Dreieck bilden, der Kinnriemen etwa zwei Finger Platz lassen. Einen zu langen Restriemen mit Schlaufen sichern, damit Kinder nicht daran hängenbleiben.

"Weniger zufriedenstellend"

Abus YouDrop und Melon Urban Active, die eine "weniger zufriedenstellende" Beurteilung erhielten, dämpfen Stöße zwar ordentlich ab. Doch ihre seitlichen Riemen und der Kinnriemen können sich während der Fahrt deutlich lockern. Im Ernstfall besteht die Gefahr, dass der Helm dadurch verrutschen und den Kopf nicht mehr zuverlässig schützen.

Neben dem Unfallschutz standen auch Sicherheitsdetails im Fokus: Problematisch sind bei mehreren Modellen lange, lose Restriemen, die nach dem Anpassen übrigbleiben. Vor allem bei den Bedeckungen von Abus und Bell lassen sich diese nicht gut sichern. Dadurch besteht die Gefahr, dass die Kinder mit den Gurten irgendwo hängen bleiben.

Aber: Bei Insgesamt sechs Modellen wurde Verbesserungsbedarf bei Riemen und Verschlusssystemen festgestellt.

Sichtbarkeit im Straßenverkehr

Auch die Sichtbarkeit im Straßenverkehr war Teil der Untersuchung. Die Helme von Bell, Decathlon und Uvex sind im Dunkeln kaum erkennbar. Zwar ersetzt ein gut sichtbares Produkt keine Fahrradbeleuchtung. Es kann dennoch dazu beitragen, dass Kinder von anderen Verkehrsteilnehmern früher wahrgenommen werden.

{title && {title} } red, {title && {title} } 08.07.2026, 05:00
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