Tierische Achtsamkeit

Nicht anfassen! Diese Tierbabys liegen im hohen Gras

In den letzten Frühlingswochen brauchen besonders niedliche Tierbabys unsere Hilfe und Achtsamkeit: Rehkitze liegen jetzt still im hohen Gras.
03.06.2026, 09:36
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Auch wenn sie oftmals verlassen scheinen, so handelt es sich um einen bewährten Schutzmechanismus der Natur, wenn Häschen, Kitze und andere Säugetierkinder vermeintlich alleine im hohen Gras liegen. Menschlicher Kontakt ist hier unbedingt zu vermeiden und unsere Hilfe in den meisten Fällen auch überhaupt nicht notwendig. Jetzt im Juni sind die "letzten" Babys des Jahres auf unsere Achtsamkeit angewiesen: Rehkitze! Und der Naturschutzbund gibt Tipps.

Einfach ignorieren!

Die Tiermamas lassen ihre Kinder aus einem simplen Grund alleine und besuchen sie nur zum Säugen: Um keine Fressfeinde anzulocken! Wenn du ein Tierkind also störst oder gar berührst, zerstörst du alles, was sich Mutter Natur so sorgfältig überlegt hat:

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Geruch-Faktor: Durch den Hautkontakt überträgt sich menschlicher Geruch auf das Jungtier. Im schlimmsten Fall wird es danach von der Mutter verstoßen und verhungert.
• Stress-Faktor: Die unmittelbare Nähe des Menschen versetzt Wildtiere in Todesangst, was zu einem Kreislaufkollaps führen kann.

Wichtige Ausnahme: Ein Eingreifen ist ausschließlich dann empfohlen, wenn das Tier direkt auf der Straße sitzt und dort überfahren werden könnte. Wie man Jungtiere richtig vor dem Straßenverkehr schützt:

So wirst du zum Tierretter:

  • Hautkontakt vermeiden: Den Nachwuchs niemals mit bloßen Händen berühren.
  • Geruchsbarriere schaffen: Ein großes, dickes Bündel Gras oder Laub nehmen, um die Hände komplett abzuschirmen. Achtung, Bissgefahr bei Fuchswelpen!
  • Umsiedeln: Das Jungtier vorsichtig damit anheben und im direkt angrenzenden Sichtbereich (z.B. auf der Wiese, am Waldrand oder im dichten Gebüsch) absetzen.
  • Rückzug: Den Ort unverzüglich wieder verlassen, damit das Muttertier stressfrei zurückkehren kann.

Die Eichhörnchen-Not!

Einem Eichhörnchen-Jungtier sollte nur geholfen werden, wenn es aktiv den menschlichen Kontakt sucht. Ein lautes Piepen, Hinterherlaufen oder Festklammern an den Hosenbeinen sind eindeutige Signale dafür, dass die Mutter verunglückt oder das Nest (der Kobel) zerstört ist. Da verwaiste Eichhörnchen-Junge sehr rasch auskühlen, muss das Tier schnellstmöglich in ein Handtuch gewickelt und mit einer handwarmen Wärmflasche gewärmt werden.

Wichtig: Unterkühlte Tiere dürfen niemals Nahrung oder Flüssigkeit erhalten, da dies immer tödlich endet. Nach diesen ersten Sofortmaßnahmen ist empfohlen, umgehend eine Eichhörnchen-Nothilfe oder den Tierschutz zu kontaktieren.

Appell an die Landwirte

Leider kommt es immer wieder zu richtigen "Massakern" auf den Feldern, wenn die Landwirte das nährstoffreichste Futterheu mähen. Zu dieser Zeit - auch "Frühmad" genannt - liegen allerdings auch gerade die Rehkinder dort und werden von den schweren Maschinen regelrecht geschreddert. Um dies zu verhindern, flehen Tierschützer um den Einsatz von Wärmebilddrohnen oder speziellen Spürhunden, um die Kitze ausfindig machen zu können und kurzzeitig umzusiedeln. HIER kannst du dich beispielsweise als Freiwilliger melden.

{title && {title} } tine,red, {title && {title} } Akt. 03.06.2026, 09:37, 03.06.2026, 09:36
Jetzt E-Paper lesen