Tierische Unfälle

Dort sterben die meisten Rehe und Hasen

In Niederösterreich ereignen sich die meisten Wildunfälle Österreichs, oft bei Dunkelheit. Hauptursachen sind zu hohes Tempo und Unachtsamkeit.
Heute Tierisch
16.10.2025, 09:14
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Im Jagdjahr 2024/25 sind auf Niederösterreichs Straßen 27.471 Wildtiere ums Leben gekommen, die meisten in den Bezirken Mistelbach, Amstetten und Hollabrunn. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) warnt vor erhöhter Gefahr in der dunklen Jahreszeit.

Bezirk Mistelbach auf Platz 1

In Niederösterreich kracht es am häufigsten zwischen Autos und Wildtieren. Besonders schlimm trifft es den Bezirk Mistelbach, danach kommen Amstetten und Hollabrunn. Laut orf.at wurden im vergangenen Jahr 122 Menschen bei Wildunfällen in Niederösterreich verletzt. Die größte Gefahr besteht in der Nacht oder in der Dämmerung. Fast die Hälfte aller Wildunfälle mit Verletzten passiert laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) bei schlechten Lichtverhältnissen. Zu hohes Tempo und Unachtsamkeit sind die Hauptursachen.

Im ganzen Land wurden im Jagdjahr 2024/25 fast 65.000 Wildtiere auf den Straßen getötet. Darunter waren mehr als 36.000 Rehe, knapp 17.000 Hasen und über 4.000 Fasane.

Was tun, wenn plötzlich ein Wildtier vor dir steht? Das KFV empfiehlt: bremsen, abblenden und wenn nötig hupen. Bitte keinesfalls ausweichen, das ist oft gefährlicher als ein Zusammenstoß. Vor allem Rehe und Hirsche sind selten allein unterwegs – kommt eines, folgt meist gleich das nächste.

Autos werden immer leiser

Nach einem Crash heißt es: Auto absichern, die Polizei rufen und verletzte Tiere auf keinen Fall anfassen oder mitnehmen. Auch Schwammerlsucher, frei laufende Hunde und Mountainbiker können Wildtiere aufschrecken und Richtung Straße treiben. Weil viele Tiere sich an das Leben nahe bei Siedlungen gewöhnen und Autos immer leiser werden, rät das KFV besonders im Herbst zu erhöhter Vorsicht.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 16.10.2025, 10:43, 16.10.2025, 09:14
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