Er liegt in fast jeder Werkzeugkiste, wird regelmäßig benutzt und gehört zu den unscheinbaren Alltagsgegenständen, über die man kaum nachdenkt: der Schraubenzieher. Doch wer schon einmal genauer hingeschaut hat, hat sich vielleicht gefragt, warum viele Modelle am Ende des Griffs ein Loch haben.
Die meisten Menschen vermuten, dass es lediglich zum Aufhängen dient. Tatsächlich steckt hinter dem kleinen Detail jedoch ein cleverer Trick, der dir in bestimmten Situationen viel Kraft und Nerven sparen kann.
Zwar kann das Loch genutzt werden, um den Schraubenzieher an einer Werkbank oder Werkzeugwand aufzuhängen. Das ist jedoch nur ein Nebeneffekt: Sein eigentlicher Nutzen zeigt sich dann, wenn eine Schraube besonders fest sitzt und sich mit normaler Handkraft kaum noch bewegen lässt.
In diesem Fall kann ein zweiter Schraubenzieher, ein Metallstab oder ein anderes stabiles Werkzeug durch das Loch gesteckt werden. Dadurch entsteht ein zusätzlicher Hebel.
So praktisch die zusätzliche Hebelwirkung auch ist – sie sollte mit Bedacht eingesetzt werden. Wird zu viel Kraft ausgeübt, kann der Schraubenkopf beschädigt werden. Im schlimmsten Fall bricht die Schraube sogar ab. Dann wird die Reparatur oft deutlich aufwendiger als zuvor.
Manchmal liegt das Problem nicht an mangelnder Kraft, sondern an Rost oder Schmutz. In solchen Fällen kann Kriechöl helfen. Produkte wie WD-40 dringen in kleine Zwischenräume ein und lösen festgesetzte Verbindungen oft innerhalb weniger Minuten. Anschließend lässt sich die Schraube meist deutlich leichter bewegen.