Zwayer leitete sein erstes WM-Spiel in Seattle eigentlich souverän. Bis in der Nachspielzeit der Partie etwas ganz Kurioses passierte. Der Unparteiische aus Deutschland war in der dritten Minute der Nachspielzeit plötzlich zu Boden gegangen, nachdem er im Rasen hängen geblieben war, als er US-Spieler Chris Richards Gelb zeigte. Offensichtlich hatte der Deutsche einen Krampf. Die Szene passierte drei Minuten vor dem Ende der eigentlich sechsminütigen Nachspielzeit.
So hatte Australiens Aiden O'Neill zunächst versucht, das Bein des Unparteiischen durchzudehnen. Auch US-Stürmer Folarin Balogun versuchte, zu helfen. Und Schiedsrichter-Assistent Christian Dietz kam ebenso herbei und dehnte das Bein seines "Chefs" durch.
Letztendlich bekam der 45-Jährige Magnesium, er saß aber mehrere Minuten auf dem Rasen. Zwayer hatte die Partie allerdings zu Ende leiten können.
"Man sollte über den Schiedsrichter nach dem Spiel nicht reden. Ich sehe das nicht so gerne. Es waren noch zwei Minuten zu spielen. Dann schüttel ich doch das Bein aus und trabe die zwei Minuten zu Ende. Aber ich lege mich doch nicht hin", konnte TV-Experte Steffen Freund im ServusTV-Studio das Gesehene kaum glauben.