In der Schlussphase des ÖFB-Auftaktspiels gegen Jordanien (3:1) krachte es gewaltig auf dem Spielfeld des Stadions von San Francisco. Stefan Posch war mit Gegenspieler Odeh Fakhoury zusammen gestoßen. Beide Spieler waren auf dem Feld liegen geblieben, hatten behandelt werden müssen. Posch biss dann auf die Zähne und spielte die restlichen Minuten des WM-Auftaktspiels fertig.
Danach folgten Untersuchungen, die schließlich die schlimmsten Befürchtungen bestätigen: Posch zog sich bei dem heftigen Zusammenstoß einen Kieferbruch zu. Trotzdem ist die WM für den 29-Jährigen noch nicht gelaufen. Er könnte weitere WM-Partien spielen. Ob es sich gegen Argentinien am Montag schon ausgeht, ist aber offen.
Poschs Kopf ist zuletzt noch besonders detailliert in Los Angeles vermessen worden, um eine Spezial-Kopfmaske für den Mainz-Legionär herzustellen. Diese soll noch im Laufe des Freitags im ÖFB-Teamcamp in Santa Barbara eintreffen, erzählte ORF-Reporter Rainer Pariasek. Erst nach dem Eintreffen der Maske wird sich zeigen, wie Posch damit umgeht.
Dass man auch tatsächlich mit einem Kieferbruch spielen kann, das zeigte auch ein Kicker, der wohl noch gegen Österreich auflaufen wird: Luca Zidane, Sohn der Fußball-Ikone Zinedine Zidane und Nummer-eins-Tormann im algerischen Nationalteam. Die Nordafrikaner sind am 28. Juni der letzte Gruppengegner von Rot-Weiß-Rot.
Auch der Keeper erlitt am 26. April bei einem Zusammenstoß mit einem Gegenspieler bei der Partie des spanischen Zweitligisten FC Granada gegen UD Almeria einen Kiefer- und Kinnbruch, nachdem zunächst eine Gehirnerschütterung diagnostiziert worden war. Nun spielt der 28-Jährige mit einer speziellen Gesichtsmaske, sah beim WM-Auftakt gegen Argentinien und Star Lionel Messi allerdings nicht gut aus. Der Fußball-Gigant traf gleich drei Mal gegen Zidane.