Lionel Messi zauberte im WM-Auftaktspiel seiner Argentinier gegen Algerien. Der 38-Jährige schnürte einen Dreierpack und egalisierte damit den WM-Torrekord des Deutschen Miroslav Klose. Beide halten nun bei 16 Treffern. Am Montag geht es für den amtierenden Weltmeister mit Messi nun gegen Österreich. Anstoß in Dallas ist um 19 Uhr österreichischer Zeit.
Einziger Schönheitsfehler dabei: Messi sollte eigentlich gegen Rot-Weiß-Rot gesperrt sein. Denn in der 31. Spielminute des Auftakt-Duells hatte der achtmalige Weltfußballer seinen algerischen Gegenspieler Aissa Mandi heftig mit einem Tritt gefoult. Experten waren sich schnell einig: Das hätte eigentlich Rot sein müssen. Damit hätte Messi vorzeitig vom Platz gehen müssen und wäre jedenfalls gegen Österreich gesperrt gewesen. Erst nach der Szene erzielte der Star-Spieler zwei seiner drei Tore.
Doch der polnische Schiedsrichter Szymon Marciniak, der eigentlich als einer der Besten seiner Zunft gilt, hatte dem Star-Spieler nicht Rot gezeigt, nicht einmal die gelbe Karte aus der Brusttasche geholt. Schnell stand ein "Messi-Bonus" im Raum.
Das sorgte jedenfalls auch beim algerischen Fußballverband für Unmut. Denn der ÖFB-Gegner hat nun offiziell eine Beschwerde beim Fußball-Weltverband FIFA wegen der Schiedsrichterleistung eingelegt, das hatten zunächst mehrere algerische Medien berichtet, wenig später "Reuters" bestätigt. In dem Schreiben an die FIFA-Schiedsrichterkommission hätte sich der Verband über das nicht geahndete schwere Messi-Foul beschwert. Sowie auch über eine vermeintliche Ellbogenattacke von Mittelfeldspieler Alexis Mac Allister.
Nachträgliche Konsequenzen wie eine Sperre für den Superstar gegen Österreich gelten aber als nahezu ausgeschlossen