Wir haben alle 48 Länder bei dieser Fußball-WM gesehen. Positiv überrascht haben mich Marokko und die USA. Die Mitfavoriten England und Frankreich ließen in der zweiten Hälfte ihre große Klasse aufblitzen.
Für mich kristallisierte sich noch kein Topfavorit heraus. Auffällig ist, dass sich die Teams aus Europa schwertun, weil ihre Stars viele Spiele in den Beinen haben. Portugal war gegen Kongo schlecht. Cristiano Ronaldo hat gar nicht gut ausgesehen. Er könnte mit seinem Spiel gegen den Ball zum Problem für die "Selecao" werden. Aber langsam: "CR7" darf man nach einem Match nicht abschreiben.
Viele Superstars haben auf Knopfdruck geliefert: Haaland, Mbappe und Kane trafen gleich doppelt. Der England-Goalgetter hatte bei seiner Elfer-Wiederholung auch Glück.
Lionel Messi legte noch einen drauf, mit seinem Hattrick stellte er die Kritiker sehr früh stumm. Nein, Messi ist nicht zu alt. Er ist Messi und der Größte. Acht Tore erzielte er in den letzten fünf WM-Matches. Jetzt steht Österreich auf seiner Abschussliste.
Gespielt wird in Dallas im für mich schönsten Stadion bei dieser Endrunde. Der riesige Videowürfel, die Fassade aus Glas – die Stimmung beim England-Match war schon sehr speziell.
Die Trinkpausen in jeder Hälfte stören den Spielfluss. Eine "Hydration Break" bei starkem Regen und 19 Grad wie zuletzt in Toronto, zeigt, dass es mehr um das Geld geht als um den Schutz der Spieler. Die Hitze wird noch ein großes Thema werden. Viele K.o.-Spiele steigen gegen Mittag.