Als Ismaël Koné mit gebrochenem Bein vom Platz getragen wurde, sprach Kanada-Teamchef Jesse Marsch dem Mittelfeldspieler noch Mut zu. Nun schildert der Ex-Salzburg-Trainer die Szene – und seine Worte gehen unter die Haut. Nun hat Marsch erstmals über die dramatischen Sekunden gesprochen – und seine Schilderungen lassen erschaudern.
Der Kanadier verriet nach der Partie, dass die Verletzung sogar an der Seitenlinie zu hören gewesen sei. "Man konnte den Knochen knacken hören", sagte Marsch betroffen.
Die Szene ereignete sich in der 53. Minute. Madibo traf Koné am linken Bein, das unmittelbar danach eine deutliche Fehlstellung aufwies. Spieler beider Teams reagierten geschockt, einige konnten kaum hinsehen.
Wie dramatisch die Situation war, zeigen auch die Worte eines Marsch-Assistenten. Dieser soll unmittelbar nach dem Foul zum Vierten Offiziellen gelaufen sein und gerufen haben: "Sein Bein hängt herunter." Koné wurde anschließend direkt ins Krankenhaus gebracht. Eine Operation ist notwendig, mehrere Monate Pause drohen.
Für Marsch ist der Ausfall ein schwerer Schlag. "Ismaël ist so ein großartiger Junge", sagte der Ex-Salzburg-Trainer. "Er verkörpert vieles von dem, was unsere Mannschaft ausmacht." Der Teamchef versprach seinem Schützling zugleich Unterstützung auf dem Weg zurück. "Er wird die besten Ärzte bekommen. Er hat eine große Zukunft vor sich", betonte Marsch.