Max Verstappens Zukunft beschäftigt das Fahrerlager der Formel 1. Immer mehr Experten, zuletzt auch der deutsche Ex-Pilot und nunmehrige "Sky"-Experte Ralf Schumacher, gehen davon aus, dass der Vierfach-Weltmeister aus den Niederlanden seine Ausstiegsklausel nützen wird, um vorzeitig aus dem noch bis Jahresende 2028 laufenden Vertrag bei den Bullen auszusteigen.
Diese Klausel greift, wenn Verstappen zur Sommerpause nicht unter den Top Drei der Fahrer-Weltmeisterschaft liegt – dies ist mittlerweile auch rechnerisch nicht mehr möglich. Der 28-Jährige kann also jedenfalls gehen und muss sein Red-Bull-Team erst spätestens im Oktober darüber informieren. Zuletzt wurden die Spannungen zwischen dem Rennstall und dem Sieger von 71 Formel-1-Rennen größer. Das Team hörte nicht mehr auf den Star-Fahrer, der etwa jüngst in Silverstone das Setup komplett umkrempeln und aus der Boxengasse starten wollte. Am Ende crashte Verstappen. Auch das deutet auf einen Abschied hin, genauso wie die Tatsache, dass der Energydrink-Riese die Ausstiegsklausel um kolportierte acht Millionen Euro abkaufen wollte, das Verstappen-Lager aber dankend ablehnte.
Mittlerweile berichtete "PlanetF1", dass Verstappen bereits vor einer Einigung mit McLaren stehe, die Bullen also in Richtung Papaya verlassen könnte. Dorthin wechselt ja auch mit Gianpiero Lambiase ein Vertrauensmann des Niederländers. Ein Wechsel zu Mercedes scheint vom Tisch zu sein, die "Silberpfeile" haben mit dem WM-Führenden Andrea Kimi Antonelli und George Russell eine schlagkräftige Fahrerpaarung. Bei McLaren wiederum dürfte Oscar Piastri für Verstappen Platz machen müssen.
Bis zuletzt geisterte auch ein weiteres Szenario herum: Verstappen könnte aus seinem Red-Bull-Vertrag aussteigen, um sich eine Auszeit zu nehmen oder gar komplett zurückzutreten. Dies scheint aber gänzlich vom Tisch zu sein, es gibt da nämlich Hinweise auf der offiziellen Webseite des Niederländers.
Da kann man nämlich bereits für den Grand Prix von Österreich 2027 Tickets erwerben, um Teil der berüchtigten "Orange Army" zu sein, also einen Platz auf einer offiziellen Verstappen-Fantribüne zu erhalten. Tickets sind für die Nordseite, für die Orange Tribüne bei der großen Stierstatue im Infield sowie für die Red-Bull-Tribüne auf der West-Seite zu haben. Auch in einem Video auf Social Media wirbt der 28-Jährige dafür, Eintrittskarten für den Spielberg-Grand-Prix für das nächste Jahr zu kaufen – auch wenn das Datum noch nicht offiziell kommuniziert ist.
Damit schickt der Niederländer zumindest eine Botschaft aus, die bei seinen Fans gut ankommt: Er wird wohl auch 2027 in der Motorsport-"Königsklasse" mit dabei sein. Wenn auch nicht ganz klar ist, für welchen Rennstall. Denn an Red Bull gebunden sind auch diese Plätze nicht.