Was macht Max Verstappen? Diese Frage hält seit Monaten die Formel-1-Welt in Schach. Klar ist: Er hat einen bis Ende 2028 laufenden Vertrag bei Red Bull. Klar ist ebenso: Er hat eine leistungsbezogene Ausstiegsklausel, die schon in wenigen Wochen greifen wird. Nämlich genau dann, wenn Verstappen zur Sommerpause der Formel 1 nicht unter den Top Drei der Fahrer-WM liegt. Das kann Verstappen gar nicht mehr erreichen.
Doch aktiviert Verstappen diese Klausel auch tatsächlich? Das ist noch offen. Und glaubt man gut informierten Quellen, so hat der niederländische Vierfach-Weltmeister sogar bis in den Oktober hinein die Möglichkeit, Red Bull über einen Abgang zu informieren. Die Bullen hätten demnach versucht, Verstappen diese Klausel abzukaufen, bisher allerdings vergebens.
Es stellt sich aber die Frage, wohin es Verstappen im Falle eines Bullen-Abgangs verschlagen könnte. Mercedes galt lange als Topkandidat, scheint mit dem WM-Führenden Andrea Kimi Antonelli und Routinier George Russell bestens besetzt zu sein. Am ehesten könnte wohl letzterer gehen müssen. Wahrscheinlicher ist da schon ein Sprung zu McLaren, wo auch Verstappens Vertrauensmann Gianpiero Lambiase hinwechseln wird.
Dazu passt, dass sich der bisherige McLaren-Pilot Oscar Piastri bereits nach Alternativen umsieht, wohl für den Vierfach-Weltmeister Platz machen müsste. Verstappen-Kumpel Lando Norris dürfte dann wohl bleiben.
Medienberichten zufolge soll nun auch Piastri sein Schicksal selbst in die Hand nehmen wollen und bereits Alternativen prüfen. Denn auch der Australier selbst hat in seinem ebenso bis 2028 laufenden Vertrag eine Ausstiegsklausel, die er bald ziehen könnte, heißt es.
Hinzu kommt ebenso, dass Piastri seit der WM-Entscheidung 2025 und der Einführung der "Papaya Rules" nicht gerade das beste Verhältnis zum amtierenden Weltmeister Norris haben soll. Dies und die Verstappen-Situation sollen Piastri nun dazu bewogen haben, zumindest ernsthaft über das Ziehen der Ausstiegsklausel nachzudenken, heißt es. Der 24-jährige Australier belegt aktuell Rang sechs der Fahrer-WM und das soll jedenfalls ausreichen, um die Klausel zu aktivieren.
Sein Manager ist ein alter Bekannter in der Formel 1: Mark Webber. Und der hat besonders gute Kontakte zu Red Bull, wo bei einem Verstappen-Abgang ja ein Platz frei werden würde. Ebenso soll Audi Interesse an Piastri haben.