Rund um den Grand Prix von Silverstone ging der Streit zwischen den Teamchefs von Mercedes und Ferrari in die nächste Runde. Die einst gut befreundeten Männer scheinen zu Streithähnen zu werden.
Alles hatte mit Aussagen von Wolff begonnen. Der gebürtige Wiener hatte sich nämlich verwundert darüber gezeigt, dass Ferrari in einem besonders hohen Tempo neue Updates entwickle und hatte in den Raum gestellt, dass die Scuderia aufgrund der Kostendeckelung in der Formel 1 gegen Saisonende Probleme bekommen werde.
Vasseur hatte dies freilich nicht auf sich sitzen lassen. "Wenn Red Bull oder Mercedes etwas entwickeln, dann sind sie Genies. Wenn wir etwas entwickeln, dann betrügen wir", meinte der Franzose. Vasseur hatte die Wolff-Aussagen als mögliche Schummel-Spitze aufgefasst. Als würde Ferrari bei der Kostendeckelung tricksen.
Wolff meldete sich nun bei "Sky" zu Wort, erklärte zunächst einmal, dass der Ferrari-Teamchef die Aussagen falsch aufgefasst habe. "Fred muss die Zitate lesen und nicht nur die Headlines. Dann wird er verstehen, was ich gesagt habe. Er darf nicht immer alles gleich so persönlich nehmen", meinte der Wiener dann mit einer Spitze in Richtung Vasseur. Er habe Ferrari auch keinen Regelverstoß unterstellt.
Der Kern seiner Aussage bleibe aber unverändert. Und dazu stehe Wolff auch, wie er betonte. "Ich habe am Ende gesagt, dass sie wahrscheinlich irgendwann mit den Upgrades zurückstecken müssen, weil jetzt sehr viel gekommen ist. Das ist keine Rede von Cheating oder was auch immer, sondern nur ein faktisches Statement", so der Österreicher.
Gleichzeitig konnte sich der Mercedes-Teamchef eine Spitze gegen den Ferrari-Boss nicht verkneifen. "Fred geht sehr schnell an die Decke. Aber so ist es. Ich kenne ihn seit 25 Jahren."