Heißes Handy

Darum gehört dein Handy niemals in den Kühlschrank

Sommerliche Hitze setzt nicht nur Menschen, sondern auch Smartphones zu. Falsches Kühlen kann schwere Schäden an den Geräten verursachen.
Heute Life
15.07.2026, 22:49
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Das Handy liegt am Badesee in der Sonne, begleitet dich durch den heißen Arbeitstag oder steckt stundenlang in der Hosentasche. Während wir bei Temperaturen jenseits der 30 Grad nach Schatten suchen, geraten oft auch unsere Handys an ihre Belastungsgrenze. Wer sie dann falsch abkühlt, riskiert allerdings mehr Schaden als Nutzen.

Sommerhitze setzt Smartphones unter Stress

Die vergangenen Wochen waren in vielen Teilen Europas außergewöhnlich heiß. Auch in Österreich lagen die Temperaturen deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Doch nicht nur der menschliche Körper leidet unter der Hitzewelle – auch Smartphones und Tablets reagieren empfindlich auf extreme Temperaturen. Steigt die Hitze zu stark an, kann das Gerät langsamer werden, Apps schließen sich plötzlich oder das Display zeigt eine Warnmeldung an. Damit soll verhindert werden, dass wichtige Bauteile beschädigt werden.

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Kühlschrank ist keine gute Idee

Wer glaubt, ein überhitztes Smartphone im Kühl- oder Gefrierschrank rasch herunterkühlen zu können, sollte diesen Gedanken sofort verwerfen. Durch diesen starken Temperaturunterschied kann gefährliches Kondenswasser entstehen.

Die Feuchtigkeit kann ins Geräteinnere gelangen und dort elektronische Bauteile sowie Kontakte angreifen. Korrosion ist die Folge – im schlimmsten Fall entsteht ein irreparabler Schaden.

Auch der Akku kann gefährlich werden

Besonders empfindlich reagiert der Akku auf große Hitze. Wird er dauerhaft zu warm, kann seine innere Struktur Schaden nehmen. In manchen Fällen bläht sich der Akku sichtbar auf. Im schlimmsten Fall droht ein sogenannter "Thermal Runaway", bei dem der Akku überhitzt und Feuer fangen kann.

Fällt ein aufgeblähter Akku auf, sollte das Smartphone sofort ausgeschaltet werden. Anschließend empfiehlt es sich, das Gerät in einem feuerfesten Behälter aufzubewahren und von einem Fachbetrieb überprüfen zu lassen. Defekte Akkus gehören keinesfalls in den Restmüll, da von ihnen Brandgefahr ausgehen kann.

So kühlst du dein Handy richtig

Statt zu drastischen Maßnahmen zu greifen, sollte das Smartphone langsam abkühlen. Lege es an einen schattigen, gut belüfteten Ort und entferne, wenn möglich, die Schutzhülle, damit die Wärme besser entweichen kann. Während des Abkühlens solltest du auf leistungshungrige Apps, Gaming oder das Aufladen verzichten. Erst wenn das Gerät wieder seine normale Temperatur erreicht hat, sollte es weiter genutzt werden.

Im "futurezone"-Interview verrät Handy-Reparaturprofi Haris Bilal vom Wiener Reparaturshop "Wir Reparieren Es", dass er vermehrt in den Sommermonaten Hitzeschäden beobachtet. Besonders häufig sieht er zwischen Juni und September Smartphones mit aufgeblähten Akkus.

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