Christoph Baumgartner erlebt bei RB Leipzig derzeit seine stärkste Phase seit dem Wechsel aus Hoffenheim im Sommer 2023: In der laufenden Bundesliga-Saison kommt der 26-jährige ÖFB-Teamspieler auf neun Einsätze, fünf Tore und zwei Assists. Damit ist er für Leipzig, das derzeit auf dem zweiten Platz steht, so wichtig wie nie zuvor.
"Wenn man so viele Spiele gewinnt wie wir und ich einen großen Beitrag dazu leisten kann, dann macht der Fußball sehr viel Spaß. Gerade laufe ich mit einem großen Lächeln durch den Tag", sagte Baumgartner im Gespräch mit der "Sport Bild".
Nach einer schwierigen Vorsaison, in der er nicht immer gesetzt war, hat der Mittelfeldspieler sein Selbstvertrauen wiedergefunden. "Ich mache gar nichts groß anders. Der Unterschied ist, dass ich jetzt mit mehr Selbstvertrauen spiele", erklärte der Niederösterreicher, der unter Neo-Trainer Ole Werner wieder aufblühen kann.
Eine Schlüsselfigur in seiner Entwicklung ist auch ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick. "Er ist einer der wichtigsten Trainer meiner Karriere, weil er mir in einer schwierigen Phase vertraut hat. Ich würde mich freuen, noch viele Jahre mit ihm zu arbeiten", so Baumgartner.
Im Nationalteam hat sich der 26-Jährige unter dem Deutschen nämlich längst als Fixstarter etabliert – und steht mit dem ÖFB-Team vor zwei entscheidenden WM-Quali-Spielen: Am 15. November auf Zypern und am 18. November gegen Bosnien-Herzegowina kämpft das Rangnick-Team um die erste WM-Teilnahme seit 1998.
Auch über mögliche Wechselgedanken sprach Baumgartner offen. "Ja, ich habe mir schon Gedanken gemacht", gab er zu. Angebote von anderen Klubs habe es durchaus gegeben – unter anderem soll auch Crystal Palace aus der Premier League Interesse gezeigt haben.
Für Baumgartner war jedoch schnell klar, dass ein Abschied kein Thema mehr ist: "Ich habe das Gefühl bekommen, dass sie in Leipzig viel mit mir vorhaben. Da war für mich klar, dass ich bleibe." Der volle Fokus des Waldviertlers gilt somit den kommenden Aufgaben des ÖFB-Teams und der Bullen aus Leipzig.