Bittere Niederlage in Bukarest! Österreich glaubte in der fünften Minute der Nachspielzeit das Unentschieden bereits sicher zu haben. Dann setzte allerdings der eingewechselte Virgil Ghita eine Flanke ins lange Eck und köpfelte die Hausherren zum Sieg. Für das ÖFB-Team setzte es im sechsten Spiel der WM-Qualifikation die erste Niederlage, nach zuvor makelloser Ausbeute.
Vor den letzten beiden Qualifikationsspielen im November steht die Mannschaft von Ralf Rangnick nun vor einer kniffligen Ausgangslage – die erhoffte Vorentscheidung wurde verpasst, das Team muss nun doch noch zittern. Gegen Bosnien könnte es sogar am letzten Spieltag der Qualifikation zum großen Showdown kommen.
Mit einem Sieg hätte das ÖFB-Team fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Bosnien gehabt und somit einen großen Schritt in Richtung WM-Endrunde 2026 gemacht. Aus der geplanten Vorentscheidung wurde allerdings nichts. Österreich führt zwar immer noch die Gruppe H der WM-Qualifikation mit 15 Zählern an, hat jetzt allerdings nur zwei Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten Bosnien (dreizehn Punkte). Rumänien wahrte durch den Sieg die Chancen aufs Weiterkommen. Die "Tricolorii" rangieren am dritten Platz mit zehn Zählern.
Zur Erinnerung: Nur der Gruppen-Erste löst das Fix-Ticket, der Zweitplatzierte muss ins Play-off. Das Restprogramm des Teams von Ralf Rangnick: Am 15.11. gastiert Österreich auf Zypern (die zu Hause noch ungeschlagen sind), drei Tage später, am 18.11., geht es dann gegen den direkten Aufstiegs-Konkurrenten Bosnien. Die Mannschaft um Edin Dzeko bekommt es vor dem Spiel gegen das ÖFB-Team auf heimischem Boden mit Rumänien zu tun.
Das Gute vorweg: Österreich hat die Qualifikation für die Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko weiterhin selbst in der Hand. Um auch vor dem letzten Spieltag noch in der Tabelle zu führen, muss man gegen Zypern zumindest einen Punkt holen und im besten Fall gewinnen. Sollte Österreich gegen Zypern gewinnen und Bosnien im Parallelspiel verlieren oder nur Unentschieden spielen, wäre der Gruppensieg bereits vor dem letzten Spieltag sicher.
Die Zitter-Varianten:
Sollten sowohl das ÖFB-Team gegen Zypern, als auch Bosnien gegen Rumänien einen Sieg holen, wartet am letzten Spieltag der WM-Qualifikation im Ernst-Happel-Stadion ein großes Finalspiel. Dort würde Österreich gegen Bosnien ein Punkt reichen. Grund: die um acht Tore bessere Tordifferenz. Selbiges Szenario tritt ein, sollten sowohl Österreich als auch Bosnien ihre kommenden Begegnungen verlieren.
Wenn das ÖFB-Team gegen Zypern verliert und Bosnien Rumänien schlägt, ist die Rangnick-Mannschaft am letzten Spieltag auf alle Fälle zum Siegen verdammt. Andernfalls müsste man den unrühmlichen Weg über die Playoffs gehen.