Trotz Konjunkturflaute

EU-Innovationsranking: Österreich weiter stark

Österreich behauptet im EU-Innovationsranking Platz 8, will aber mit gezielten Investitionen und Schlüsseltechnologien zur Spitze aufschließen.
Newsdesk Heute
09.07.2026, 16:25
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Österreich zählt auch heuer wieder zu den innovationsstarken Ländern Europas: Im aktuellen "European Innovation Scoreboard 2026"  (EIS) der Europäischen Kommission landet unser Land auf Platz 8.

Das ist besonders bemerkenswert, weil viele Wirtschaftsindikatoren in Österreich derzeit auf ein schwieriges Umfeld hinweisen. Die zuständigen Ministerien halten in einer OTS-Aussendung fest: Die Stärke in Forschung, Technologie und Innovation ist die Basis für den nächsten Aufschwung. Langfristig bleibt das Ziel aber, in die "Champions League" der europäischen Innovationsländer aufzusteigen.

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Im heuer präsentierten EIS 2026 fehlen allerdings noch die aktuellsten Daten aus der EU-Innovationserhebung "CIS 2024". Das könnte für Österreich sogar noch mehr Potenzial bergen -denn laut dieser Erhebung hat sich unser Land seit der letzten Befragung deutlich verbessert. So ist der Anteil der "innovationsaktiven Firmen" von 56,7 auf 59,9 Prozent gestiegen – genauso wie die Zahl jener Betriebe, die mit Produktinnovationen oder echten Marktneuheiten punkten.

Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung, betont: "Forschung, Technologie, Innovation entscheiden über die Wettbewerbsfähigkeit und Souveränität Europas. Sie sind die Grundlage für nachhaltigen Wohlstand und eine erfolgreiche Zukunft unseres Landes."

Deshalb gehöre Österreich zur europäischen Spitze, was die öffentlichen Ausgaben für - teils auch risikoreiche - Forschung betrifft. Die Ziele sind klar: Die Stärkung des heimischen Wirtschaftsstandorts und der Anschluss an die europäische Innovations-Spitze.

Behauptung im globalen Technologiewettlauf

Innovationsminister Peter Hanke (SPÖ) hebt die Bedeutung von Schlüsseltechnologien hervor: "Wir sehen derzeit einen harten globalen Technologiewettlauf und haben gleichzeitig eine angespannte Budgetsituation. Das heißt: Wir müssen fokussieren auf einzelne, vielversprechende Schlüsseltechnologien und Stärkefelder, wie z.B. Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien, Energietechnologien oder Weltraumtechnologien".

In diesen Bereichen spiele Österreich durchaus an der Weltspitze mit. Deshalb soll auch die Industriestrategie 2035 an diesen Schlüsseltechnologien anknüpfen, um "längerfristig mehr Wettbewerbsfähigkeit, krisenfeste Arbeitsplätze und nachhaltiges Wachstum" zu fördern.

"Potenzial nicht ausgeschöpft"

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer fasst das Ergebnis grundsätzlich positiv auf, sieht aber Verbesserungspotenzial: "Das European Innovation Scoreboard zeigt klar: Österreich investiert überdurchschnittlich in Forschung und Innovation. Beim Output schöpfen wir dieses Potenzial aber noch nicht ausreichend aus. Mit Platz 3 beim Innovation-Input und Platz 8 beim Innovation-Output können wir uns nicht zufriedengeben."

Um mehr wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen, soll die exzellente Forschung schneller in marktfähige Produkte, industrielle Wertschöpfung und neue Arbeitsplätze umgemünzt werden. Auch Unternehmen will man gezielter unterstützen- die mangelnde Finanzierung und Neugründung von Start-Ups, aber auch das rückläufige Engagement kleiner und mittlerer Betriebe in Innovationsvorhaben sind drängende Themen.

Das European Innovation Scoreboard (EIS) wird jedes Jahr von der Europäischen Kommission veröffentlicht und vergleicht die Innovationskraft der verschiedenen EU-Länder. Insgesamt werden dafür 32 Einzelindikatoren herangezogen. Angeführt wird das Ranking von Schweden, Dänemark und den Niederlanden – sie bilden die Gruppe der "Innovation Leader". Österreich ist mit Finnland, Belgien, Irland, Luxemburg, Deutschland, Frankreich, Estland und Malta Teil der "Strong Innovators".

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