In der Europäischen Union sollen sogenannte Nudification-Apps künftig verboten werden. Diese KI-Programme können aus normalen Fotos täuschend echte Nacktbilder erstellen – ohne Zustimmung der abgebildeten Person.
Die neue Regelung ergänzt bestehende Vorschriften und nimmt erstmals auch die Anbieter solcher Apps in die Pflicht.
Wie "heise.de" berichtet, bleibt jedoch eine umstrittene Lücke bestehen: Nicht einvernehmliche Bikini-Bilder, wie sie etwa der Chatbot Grok auf der Plattform X erzeugte, dürften weiterhin erlaubt sein.
Der Hintergrund: Solche Bilder gelten rechtlich nicht als Nacktaufnahmen, obwohl sie ebenfalls ohne Zustimmung der Betroffenen erstellt werden können.
Stimmen die EU-Mitgliedstaaten dem Gesetz zu, tritt es am 2. Dezember in Kraft. Die Regelung ist Teil des sogenannten KI-Omnibus, mit dem der AI Act der Union angepasst werden soll.
Vor allem Frauen und Jugendliche sind Opfer von Deepfake-Nacktbildern. Mit dem Verbot will die EU digitale Gewalt eindämmen und Betroffene besser schützen.