KI-Gesetz mit Lücke

EU verbietet Nudifier-Apps für Deepfake-Nacktbilder

Die EU nimmt erstmals Anbieter sogenannter Nudifier-Apps in die Pflicht. Eine Ausnahme sorgt aber für Kritik.
Digital  Heute
17.06.2026, 18:50
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In der Europäischen Union sollen sogenannte Nudification-Apps künftig verboten werden. Diese KI-Programme können aus normalen Fotos täuschend echte Nacktbilder erstellen – ohne Zustimmung der abgebildeten Person.

Die neue Regelung ergänzt bestehende Vorschriften und nimmt erstmals auch die Anbieter solcher Apps in die Pflicht.

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Lücke bei Bikini-Bildern

Wie "heise.de" berichtet, bleibt jedoch eine umstrittene Lücke bestehen: Nicht einvernehmliche Bikini-Bilder, wie sie etwa der Chatbot Grok auf der Plattform X erzeugte, dürften weiterhin erlaubt sein.

Der Hintergrund: Solche Bilder gelten rechtlich nicht als Nacktaufnahmen, obwohl sie ebenfalls ohne Zustimmung der Betroffenen erstellt werden können.

Inkrafttreten im Dezember

Stimmen die EU-Mitgliedstaaten dem Gesetz zu, tritt es am 2. Dezember in Kraft. Die Regelung ist Teil des sogenannten KI-Omnibus, mit dem der AI Act der Union angepasst werden soll.

Vor allem Frauen und Jugendliche sind Opfer von Deepfake-Nacktbildern. Mit dem Verbot will die EU digitale Gewalt eindämmen und Betroffene besser schützen.

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