Netz erlebt Ansturm

ÖFB-Sieg sorgt für Rekord bei Mobilfunker spusu

Der erfolgreiche WM-Start des ÖFB bewegte am Mittwochmorgen Millionen Fans. Das zeigte sich auch in den Mobilfunknetzen.
Rene Findenig
17.06.2026, 16:27
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Der erfolgreiche Start der österreichischen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat am Mittwoch nicht nur für Jubel bei den Fans gesorgt, sondern auch für außergewöhnliche Belastungen in den Mobilfunknetzen. Nach dem 3:1-Sieg der ÖFB-Auswahl gegen Jordanien meldet der Mobilfunkanbieter spusu einen neuen Höchstwert beim Datenverkehr während eines Fußballspiels. Dass die Begegnung bereits in den frühen Morgenstunden angepfiffen wurde, hielt viele Fans offenbar nicht davon ab, live dabei zu sein.

Zahlreiche Österreicher verfolgten das Spiel nach dem Aufstehen vor dem TV oder nutzten auf dem Weg zur Arbeit Livestreams auf Smartphones. Die hohe Aufmerksamkeit machte sich laut dem Unternehmen deutlich in den Netzdaten bemerkbar. Wie aus einer Analyse von spusu hervorgeht, begann der Mittwoch für viele Menschen deutlich früher als gewöhnlich. Während an einem normalen Werktag die stärkste Nutzung des Mobilfunknetzes meist erst später am Morgen einsetzt, wurden bereits zum Anpfiff um 6 Uhr außergewöhnlich hohe Werte registriert.

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Nach spusu-Angaben erreichte das Datenaufkommen 160 Gigabit pro Sekunde. An einem gewöhnlichen Mittwochmorgen würden im selben Zeitraum rund 60 Gigabit pro Sekunde gemessen. Das entspricht beinahe einer Verdreifachung des Datenverkehrs. Für spusu-Geschäftsführer Franz Pichler ist dieser Wert ein Beweis für die Fußball-Begeisterung im Land. "Man hat heute früh deutlich gesehen, dass Österreich eine Fußballnation ist. Die Begeisterung zeigt sich eindrucksvoll in unseren Netzdaten. Wir haben einen Datenrekord erlebt."

"Möglicherweise war der ORF nicht vorbereitet"

Die Auswertung des Unternehmens zeigt nach eigenen Angaben auch, dass große internationale Sportereignisse weiterhin zu den stärksten Auslösern kurzfristiger Belastungsspitzen in Mobilfunknetzen zählen. Wenn viele Menschen gleichzeitig Livestreams abrufen oder Spielstände verfolgen, steigt das Datenaufkommen innerhalb weniger Minuten stark an. Für viele Fans verlief der Morgen allerdings nicht durchgehend reibungslos. Kurz vor dem Ausgleichstreffer Jordaniens kam es beim Livestream-Angebot des ORF zu Problemen.

Der Stream fiel zeitweise aus, wodurch zahlreiche Zuschauer eine besonders spannende Phase der Partie nicht live verfolgen konnten. Auch dazu äußerte sich Franz Pichler. "Wir wickeln seit über 20 Jahren das Gesamtvoting des Eurovision Songcontest ab. Dementsprechend sind wir es gewohnt, mit enormen Belastungsspitzen umzugehen und auch bei sehr hohem Datenaufkommen zuverlässige Verbindungen zu gewährleisten. Möglicherweise war der ORF auf ein derart großes Interesse so früh am Morgen nicht vorbereitet", sagte der spusu-Chef.

11 Gigabyte zusätzliches Datenvolumen gutgeschrieben

Der Mobilfunkanbieter verweist zudem darauf, dass Kunden rechtzeitig vor dem Turnier zusätzliches Datenvolumen erhalten hätten. Anlass dafür war der elfte Geburtstag des Unternehmens. Bestandskunden bekamen dabei 11 Gigabyte zusätzliches Datenvolumen gutgeschrieben, das auch für das Verfolgen der WM-Partien auf mobilen Geräten genutzt werden kann.

Der Mittwochmorgen hat damit eindrucksvoll gezeigt, welchen Stellenwert große Fußballturniere weiterhin in Österreich haben. Während die Nationalmannschaft auf dem Platz einen erfolgreichen Start in die Gruppenphase feierte, sorgten die Fans vor den Bildschirmen und Smartphones für Rekordwerte im Mobilfunknetz. Die kommenden Spiele der ÖFB-Auswahl dürften nun mit Spannung erwartet werden – und könnten auch die Netze erneut stark fordern.

{title && {title} } rfi, {title && {title} } 17.06.2026, 16:27
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