Kompletter Neustart geplant

"In keinem guten Zustand" – Aufregung um Schwimmbad

Nach dem Schock um das Badezentrum in Traun (Bez. Linz-Land) kochen die Emotionen hoch. Jetzt beantwortet der Bürgermeister Fragen der Bevölkerung.
Oberösterreich Heute
10.07.2026, 05:00
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Der Wirbel um das Trauner Badezentrum am Oedtersee reißt nicht ab. Nachdem ein Gutachten massive Schäden aufgezeigt hatte, meldet sich Bürgermeister Karl-Heinz Koll (ÖVP) nun erneut zu Wort und beantwortet auf Facebook die häufigsten Fragen aus der Bevölkerung.

So könnte das Badezentrum in Zukunft ausschauen.
Singer ZT GmbH

Wie berichtet musste das Lehrschwimmbecken sofort gesperrt werden, das Sportbecken kann voraussichtlich nur noch bis Sommer 2027 genutzt werden. Statt weiter Geld in das alte Gebäude zu stecken, soll der Oedtersee nun zu einem modernen Familien-, Sport- und Gesundheitszentrum ausgebaut werden.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Warum wurde der Zustand nicht früher erkannt?

"Es ist ein offenes Geheimnis, dass natürlich das Badezentrum in keinem guten Zustand ist", erklärt Koll. "Nach 51 Jahren ist das auch klar." Laut dem Stadtchef habe sich die Situation zuletzt aber rasant verschärft. "Das ist jetzt wirklich exponentiell gegangen. Die Gutachten haben noch ganz anders ausgeschaut."

Wie konnte sich der Zustand so schnell verschlechtern?

Schuld seien laut Koll unter anderem die Carbonatisierung – ein natürlicher Alterungsprozess von Beton – dazu noch eindringendes Chlor und Feuchtigkeit. "Bei den Trägern ist jetzt alles schon am Ende. Wenn man durchgeht, sieht man es." Für den Stadtchef ist klar: "Die Sicherheit der Mitarbeiter im Keller muss gewährleistet sein."

Warum wurde nicht mehr investiert?

Vorwürfe, die Stadt habe zu wenig investiert, weist der Bürgermeister zurück: "Zu wenig ist definitiv nie investiert worden, ganz gleich, wer Bürgermeister war." Seit 2015 seien insgesamt 6,3 Millionen Euro in das Badezentrum geflossen, davon 1,6 Millionen Euro während seiner Amtszeit.

Nur ein Vorwahlkampf-Manöver?

Bei diesen Spekulationen wird Koll deutlich: "Ich kenne keinen einzigen Bürgermeister, der das so machen würde, wie ich es gerade mache. Weil das kann einem nur schaden." Es sei "das Schlimmste, wenn man so ein wichtiges Thema zu einem Wahlkampfthema macht". Er bittet nun alle, sachlich zu bleiben. Denn früher oder später ginge es "um Leben und Tod, wenn Kinder nicht schwimmen lernen".

{title && {title} } red, {title && {title} } 10.07.2026, 05:00
Jetzt E-Paper lesen