Süß war gestern, jetzt wird paniert. Figlmüller steckt in der Wiener Rotenturmstraße zum Fasching erneut ein Schnitzel in den Krapfen. Was im Vorjahr noch wie eine spontane Gaudi wirkte, bekommt diesmal ein klares Konzept – gemeinsam mit der Bäckerei DerMann.
2025 wurde noch ein gewöhnlicher Marillen-Krapfen zweckentfremdet und mit Schnitzel gefüllt. Heuer werden eigens ungefüllte Krapfen gebacken, frisch aufgeschnitten, innen mit Preiselbeermarmelade bestrichen und erst dann mit dem hauchdünnen Schnitzel gefüllt. Die goldene Panier blitzt sichtbar aus dem Germteig, Staubzucker trifft auf knusprige Brösel.
"Heute" konnte den neuen Schnitzel-Krapfen bereits vorab probieren. Der Unterschied ist deutlich: Keine süße Marille, die geschmacklich dazwischenfunkt, sondern eine saubere Kombination aus Röstaromen, flaumigem Teig und fruchtiger Säure der Preiselbeermarmelade. Es bleibt ein kräftiger, ungewöhnlicher Bissen – sicher nichts für jeden Tag.
Als Faschings-Special funktioniert die Mischung jedoch erstaunlich rund. Wer am 17. Februar (Faschingsdienstag) Lust auf etwas Neues hat, bekommt hier eine mutige, aber handwerklich sauber umgesetzte Variante zweier Wiener Klassiker.
Thomas und Hans Figlmüller, Geschäftsführer von Figlmüller, sagen: "Der 'Wiener Krapfen' ist nicht nur ein Faschings-Gag, er ist vielmehr ein Sinnbild für unsere Philosophie: Respekt vor der Tradition gepaart mit der Freude, neue Wege zu gehen."
Bäckermeister Michael Mann sagt: "Der Fasching lebt von Kreativität und Humor. Mit dem 'Wiener Krapfen' wollten wir gemeinsam mit Figlmüller zeigen, wie sich Wiener Back- und Wirtshauskultur auf überraschende Weise verbinden lassen." Den streng limitierten Schnitzel-Krapfen gibt es ausschließlich am 17. Februar von 11.30 bis 22 Uhr bei "Brioche & Brösel" in der Rotenturmstraße.