Honigbienen fühlen sich bei Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad am wohlsten. Werden die Tage heißer, müssen die fleißigen Tiere ordentlich Energie investieren, um ihr Brutnest zu kühlen. Das wirkt sich auch auf ihr Flug- und Sammelverhalten aus, wie orf.at berichtet.
Bei großer Hitze sieht man oft sogenannte "Bienenbärte": Viele Bienen verlassen den Stock und hängen sich außen an. So bleibt drinnen mehr Platz für frische Luft, und die Temperatur lässt sich besser halten.
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Die Abkühlung kostet die Tiere viel Kraft. Laut einer auf www.bienenundnatur.de zitierten Studie reagieren Bienen bei dauerhaft 35 Grad weniger empfindlich auf niedrige Zuckerkonzentrationen. Die Forschenden vermuten, dass sich dadurch die Aufgaben im Volk verschieben und junge Bienen früher als Sammelbienen unterwegs sind.
Außerdem wurden Gene, die für die Spezialisierung der Aufgaben und das Nervensystem zuständig sind, heruntergefahren. Das könnte langfristig die Leistung und Wärmeregulierung des Bienenvolks schwächen.
Gerhard Mohr, Obmann vom Vorarlberger Imkerverband, bestätigt gegenüber dem ORF, dass hohe Temperaturen für Bienen eine große Belastung sind. "Es ist für die Tiere sehr anstrengend, sowohl sich selbst als auch die Waben zu kühlen. Deshalb fliegen sie bei Hitze vermehrt Wasserstellen an, um Wasser in den Stock zu bringen und damit für Abkühlung zu sorgen."
Du kannst Bienen am besten helfen, indem du einen blühenden Garten anlegst, sagt Mohr. Genauso wichtig sind flache Wasserstellen, die jederzeit erreichbar sind. Davon profitieren übrigens auch Vögel.
Was die Asiatische Hornisse betrifft, bleibt Mohr in Vorarlberg noch gelassen. Im Moment sei sie für die Bienenvölker kein großes Problem. Mit ihrer Ausbreitung in den nächsten Jahren könnte sie aber für die Imkerei zu einer echten Herausforderung werden.