Immer mehr Asiatische Hornissen werden auch in Österreich gesichtet. Das Problem: Die heimische Europäische Hornisse steht unter strengem Naturschutz. Wer die falsche Art bekämpft, macht sich strafbar. Umso wichtiger ist es, die beiden Arten sicher unterscheiden zu können.
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) wurde 2004 nach Frankreich eingeschleppt und breitet sich seither in Europa aus. Sie jagt und vertilgt andere Insekten – darunter auch Honigbienen. Imker schlagen deshalb Alarm.
Wie Utopia.de berichtet, ist die Körperfarbe das beste Erkennungsmerkmal. Die Asiatische Hornisse wirkt insgesamt deutlich dunkler als die heimische Art. Ihr Brustbereich direkt hinter dem Kopf ist komplett schwarz. Besonders auffällig sind die leuchtend gelben Beinenden – dieses Merkmal fehlt der Europäischen Hornisse komplett.
Viele Menschen versuchen, die Hornissen anhand der Größe zu unterscheiden. Das ist jedoch ein Fehler: Die Asiatische Hornisse ist zwar im Schnitt etwas kleiner, aber die Größenbereiche überschneiden sich. Ohne direkten Vergleich führt das schnell in die Irre.
Beim Hinterleib gibt es weitere Unterschiede: Bei der Asiatischen Hornisse ist dieser überwiegend dunkel und nur hinten gelb-orange gemustert. Die Europäische Hornisse hat dagegen den typischen gelb-schwarzen Look.
Die Nester der beiden Arten sehen unterschiedlich aus. Europäische Hornissen bauen ockerfarbene Nester, die in die Breite gehen. Das Flugloch zeigt nach unten. Die Asiatische Hornisse baut graue Nester, die eher hoch sind. Das Flugloch liegt seitlich.
Wichtig: Entdeckst du eine verdächtige Hornisse, halte Abstand und mach aus sicherer Entfernung ein Foto. Notiere Ort und Datum und melde den Fund bei der zuständigen Naturschutzbehörde. Auf keinen Fall solltest du selbst Fallen aufstellen oder ein Nest berühren.