Chef von Weltklimarat

Hitzewelle in Europa heftiger als manche Prognosen

Die aktuelle Hitzewelle in Europa übertrifft laut Weltklimarat viele Prognosen und könnte künftig noch häufiger und heftiger auftreten.
Newsdesk Heute
24.06.2026, 20:38
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Die aktuelle Hitzewelle in Europa ist laut dem Weltklimarat IPCC heftiger, als es manche Forscher vorhergesagt haben. Europa wird durch die Erderwärmung in Zukunft noch öfter mit solchen Extremsituationen kämpfen müssen, so IPCC-Chef Jim Skea am Mittwoch.

Die Bedingungen, unter denen Europa diese Woche leidet, liegen laut Skea am oberen Ende von dem, was der Weltklimarat schon lange prognostiziert hat. Manche Auswirkungen – sowohl in einzelnen Regionen als auch im Meer – gehen sogar über die bisherigen Erwartungen hinaus, erklärte er weiter.

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In Frankreich war am Dienstag der heißeste Tag seit Beginn der Messungen. Auch andere europäische Länder wie Großbritannien und Ungarn haben Hitzewarnungen auf höchster Stufe ausgegeben. In Deutschland galten am Mittwoch fast überall amtliche Hitzewarnungen.

Laut Berechnungen der Nachrichtenagentur AFP dürften am Mittwoch mindestens 94 Millionen Menschen in Europa Temperaturen über 35 Grad erleben, die meisten davon in Spanien und Frankreich.

"Wir werden zwangsläufig mehr von dem erleben, was wir in den vergangenen Tagen gesehen haben", sagte Weltklimarats-Chef Skea. Die heißesten Tage würden sich viel schneller erwärmen als normale Tage. In einer Welt, in der die Temperaturen im Schnitt um zwei Grad steigen, wäre der heißeste Tag des Jahres sogar drei bis 3,5 Grad wärmer.

Das IPCC gibt es seit 1988. Die Aufgabe des Gremiums ist es, die Politik neutral über die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel und mögliche Gegenmaßnahmen zu informieren. Dafür werden regelmäßig große Sachstandsberichte erstellt. Der nächste Bericht soll 2028 oder 2029 veröffentlicht werden.

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