Mächtige Omega-Hitzeglocke

"Es wird wohl eine extreme Sache": Meteorologe entsetzt

West- und Mitteleuropa schwitzt und schwitzt. Die aktuelle Hitzewelle ist jedoch gerade erst angelaufen, es wird noch ärger. Meteorologen warnen.
Newsdesk Heute
20.06.2026, 10:39
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West- und Mitteleuropa schwitzt und schwitzt. Die aktuelle Hitzewelle ist gerade erst angelaufen, aber hat schon jetzt das Potenzial, viele Rekorde zu sprengen – besonders ihre voraussichtlich lange Dauer bereitet Sorgen.

Für Fabian Ruhnau von Kachelmannwetter sind es "unglaubliche Karten", die die Modellläufe derzeit ausspucken. Den Berechnungen zufolge dürfte "das Omega bis Ende Juni mit großer Hitze nach ganz Deutschland hereinschwenken", meldet er. Der Wetter-Fachmann ordnete diese Entwicklung später sogar in einem Video-Spezial ein:

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Die Entwicklung der Omega-Struktur in der Atmosphäre verfolgen die Meteorologen deshalb so genau, weil sie als klassisches Muster für lang anhaltende Hitzeperioden gilt. Sie blockiert Tiefdruckgebiete, so dass kühlere Luftmassen keine Chance haben, einzufließen.

Ruhnau spricht von einer "mächtigen Omega-Glocke", in der sich die Heißluft auch noch weiter erwärmt. Ihr Zentrum liegt über Frankreich. Teilen des Landes drohen demnach "mehrere Tage mit über 40 Grad" und zahlreichen neuen Juni-Rekorden. "Das ist wirklich absolut extrem, was uns da für die nächsten Tage gezeigt wird", so der Kachelmannwetter-Experte.

Die Hitze bleibt aber nicht auf Frankreich beschränkt. "Die Modelle deuten an, dass im Verlauf der Woche dann bis zum nächsten bzw. also übernächsten Sonntag sich eine deutliche Omega-Struktur über Europa etablieren wird." Bedrückender Nachsatz: "So ein Dingen, das haben wir glaube ich, seit 2003 nicht mehr gesehen."

40 Grad in Deutschland

Da könnten im Verlauf auch Spitzen mit verbreitet um 40° in Deutschland aufkommen. Noch gibt es Unsicherheiten bei der genauen Intensität und Dauer der Hitzewelle. Die verschiedenen Wettermodelle zeigen zwar leichte Unterschiede, die Grundtendenz ist jedoch ähnlich: Die Wahrscheinlichkeit für eine markante Hitzephase ist groß.

Ruhnau betont: "Das müssen wir wirklich im Auge behalten. Es besteht eben schon die Wahrscheinlichkeit, dass man insbesondere im Südwesten Deutschlands eine für Juni wirklich außergewöhnliche und sehr extreme Hitzewelle erlebt. Wir sind ja jetzt dort schon mittendrin."

Der deutsche Meteorologe warnt: "Es wird wohl eine extreme Sache". Nicht nur die Hitzespitzen sind jedoch ein Problem, besonders auch für unsere Gesundheit relevant ist die Dauer. "Alten- und Pflegeheime, Kliniken, die sind in Deutschland meist nicht klimatisiert und die werden sich einfach nur enorm aufheizen." Auch viele Wohnungen werden sich "sowas von aufheizen", besonders im Verlauf der nächsten Woche.

Er appelliert an Behörden, Einsatzkräfte und Betreiber von Gesundheitseinrichtungen, für diese Situation vorzusorgen: "Es wird ein deutlich stärkeres Patientenaufkommen in den Kliniken, in den Notaufnahmen geben."

Sein Fazit ist dramatisch: "Das wird wirklich nicht mehr feierlich, was da im Südwesten ansteht."

Hitze ist Gesundheitsgefahr

Die steigenden Temperaturen machen sich nicht nur im Alltag bemerkbar, sondern werden zunehmend zu einem ernsten Gesundheitsrisiko. Laut Angaben der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) waren im Sommer 2024 rund 1.100 Todesfälle in Österreich mit extremer Hitze verbunden.

Extreme Hitze setzt den menschlichen Körper erheblich unter Stress. Um sich abzukühlen, erweitert der Organismus die Blutgefäße und produziert mehr Schweiß. Dadurch werden Herz und Kreislauf stärker belastet, gleichzeitig steigt das Risiko für Flüssigkeitsmangel.

Der Umweltmediziner Hans-Peter Hutter von der MedUni Wien rät daher zu besonderer Vorsicht. "Alles ein bisschen ruhiger angehen und daran denken, dass man mehr trinken sollte", sagte er am Freitag in der ORF-Sendung "Guten Morgen Österreich". Einen Hinweis ergänzte der Experte ausdrücklich: "In Österreich muss man dazusagen: bitte kein Alkohol!"

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 20.06.2026, 12:10, 20.06.2026, 10:39
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