Nicht nur Seil fehlte

Bungee-Tragödie: Vier Fehler führten zu Marias (21) Tod

Eine 21-jährige Studentin stürzte bei einem Bungee-Sprung ohne Seil 40 Meter in die Tiefe. Jetzt decken die Ermittler schockierende Umstände auf.
Newsdesk Heute
20.06.2026, 11:45
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Der Tod der 21-jährigen Brasilianerin Maria erschüttert weiterhin Menschen auf der ganzen Welt. Ein Video zeigt den Moment, als die Studentin von der sogenannten "Skelettbrücke" nahe Limeira in die Tiefe gestoßen wird. Was die Beteiligten in diesem Augenblick offenbar nicht bemerkten: Das Sicherungsseil war nie an ihrem Gurt befestigt worden.

Neue Erkenntnisse zeigen laut "Daily Mail" nun, dass nicht nur ein einzelner Fehler zu der Katastrophe führte. Experten sprechen von einer ganzen Kette gravierender Versäumnisse.

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Fehler Nummer 1: Das fehlende Sicherungsseil

Der schwerwiegendste Fehler ist offensichtlich. Maria trug Helm und Sicherheitsgurt, doch das Seil, das ihren Sturz hätte abfangen sollen, war nicht eingehängt. Die junge Frau fiel rund 40 Meter ungebremst zu Boden.

Bei ihren Vernehmungen erklärten die Verantwortlichen, sie hätten während der Sicherheitsvorbereitung einen "mentalen Blackout" erlebt und könnten nicht erklären, warum das Seil nicht befestigt wurde.

Fehler Nummer 2: Niemand kontrollierte die Ausrüstung

Bei professionellen Extremsport-Anbietern gilt das Vier-Augen-Prinzip. Ein Mitarbeiter befestigt die Ausrüstung, ein zweiter überprüft sie unmittelbar danach. Genau dieser Kontrollschritt soll auf der Brücke gefehlt haben.

Marco Antonio Junior vom brasilianischen Rope-Jump-Verband kritisiert scharf: "Die Mindeststandards wurden nicht eingehalten."

Fehler Nummer 3: Kein technischer Sicherheitscheck

Vor jedem Sprung muss die Länge des Seils exakt berechnet und kontrolliert werden. Dafür gibt es normalerweise speziell geschulte Mitarbeiter. Laut Experten wurde auch dieser Kontrollprozess nicht ordnungsgemäß durchgeführt.

"Sie haben nichts gemacht. Gar nichts. Die Wahrheit ist, sie hatten überhaupt kein Protokoll", sagte Verbandspräsident Junior.

Fehler Nummer 4: Die riskante Flugzeug-Methode

Maria wurde nicht selbstständig an den Absprungpunkt geführt. Drei Männer hoben sie mit ausgestreckten Armen in der sogenannten "Airplane"-Position über ihre Köpfe und trugen sie zur Kante.

Experten halten diese Methode besonders für Anfänger für problematisch. Normalerweise springen Teilnehmer selbst nach einem letzten Sicherheitscheck.

Zusätzlich hätte Maria laut Experten bereits vor dem Hochheben an das Sicherungsseil angeschlossen sein müssen. Dadurch wäre der Fehler womöglich rechtzeitig aufgefallen.

"War kein Unfall"

Besonders brisant: Die Veranstalter verfügten offenbar über keine offizielle Lizenz für Extremsport-Angebote. Laut Branchenvertretern handelte es sich um eine Gruppe von Freunden, die kostenpflichtige Sprünge organisierte.

Der Präsident des brasilianischen Rope-Jump-Verbandes geht deshalb noch weiter: "Ich lehne es ab, diesen Fall als Unfall zu bezeichnen."

Für ihn handelt es sich um grobe Fahrlässigkeit. Die Verantwortlichen hätten gewusst, dass ihnen Ausbildung, Erfahrung und Sicherheitsstrukturen fehlten.

Die Ermittlungen laufen weiter. Auch das Rätsel um eine verschwundene GoPro-Kamera beschäftigt die Polizei. Maria hatte für ihren Sprung eine Kamera erhalten. Bis heute fehlt jede Spur davon.

Zusammenfassung

Maria (†21) nahm am 13. Juni an einem Seilsprung von der Skelettbrücke, einem ehemaligen Eisenbahnviaduk, teil. Obwohl sie Helm und Gurt trug, wurde das Sicherungsseil nicht befestigt. Die 21-Jährige stürzte rund 40 Meter in die Tiefe und erlag später ihren schweren Verletzungen. Ermittler prüfen nun mehrere schwerwiegende Sicherheitsfehler. Die Stadt überlegt jetzt die Sprengung der Ruine.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 20.06.2026, 12:11, 20.06.2026, 11:45
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