Mann kam zu spät

Maria hätte gar nicht von Todes-Brücke springen sollen

Bei dem tödlichen Brückenunglück in Brasilien hätte Maria (21) gar nicht an der Reihe sein sollen. Ein Mann kam zu spät - Maria sprang und starb.
André Wilding
17.06.2026, 08:32
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Ein Ausflug voller Vorfreude endete für die 21-jährige Maria Eduarda R. in einer Katastrophe. Die junge Brasilianerin wollte sich von einer Brücke in die Tiefe fallen lassen - abgesichert durch ein Seil. Doch dazu kam es nicht.

"GEFAHR - Todesrisiko"

Nur wenige Stunden vor dem Unglück veröffentlichte Maria auf Instagram noch ein Foto von der Ponte do Esqueleto, der sogenannten Skelettbrücke. Dazu schrieb sie: "Wer war der Verrückte, der mich herkommen ließ, um von einer Brücke zu springen?" Auf dem Bild ist auch ein Warnschild mit der Aufschrift "GEFAHR - Todesrisiko" sowie ein Totenkopf zu sehen. Es sollte ihr letzter Beitrag werden.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Die 21-Jährige aus dem Großraum São Paulo galt als sportbegeistert und abenteuerlustig. Medienberichten zufolge studierte sie Sportpädagogik und Sportmanagement und arbeitete in einem Fitnessstudio. Auf ihrem inzwischen deaktivierten Instagram-Profil teilte sie regelmäßig Inhalte rund um Sport und Bewegung. Außerdem war sie Anhängerin des Fußballklubs FC Santos.

Seil vergessen

Dann kam es zu dem folgenschweren Fehler. Als Maria von der Brücke sprang, war kein Sicherungsseil an ihrem Körper befestigt. Die junge Frau stürzte ungebremst in die Tiefe und starb noch an der Unfallstelle.

Videos, die in sozialen Netzwerken kursieren, zeigen die dramatischen Sekunden. Während Maria fällt, reagieren die anwesenden Mitarbeiter geschockt. Im Hintergrund ist zu hören: "Das Seil! Leute, das Seil!"

Besonders tragisch: Nach Angaben eines Zeugen hätte Maria zu diesem Zeitpunkt eigentlich gar nicht springen sollen. Gegenüber globo.com schilderte Higor F. den Ablauf. "Ich hatte großes Glück. Eigentlich hätte ich es sein sollen." Weil er verspätet eingetroffen sei, habe Maria in der Warteschlange seinen Platz eingenommen.

Drei Männer festgenommen

Nun beschäftigen sich die Ermittler mit den Umständen des Unglücks. Drei Männer im Alter von 27, 32 und 42 Jahren, die für die Durchführung des Sprungs und die Sicherheitsvorkehrungen verantwortlich gewesen sein sollen, wurden wegen des Verdachts des Totschlags festgenommen.

Laut Angaben des Teams seien Aufbau und Kontrolle der Ausrüstung auf mehrere Mitarbeiter aufgeteilt gewesen. Wer unmittelbar vor dem Sprung die abschließende Sicherheitsüberprüfung durchführen hätte sollen, könne heute offenbar niemand mehr genau nachvollziehen. Bei ihrer Einvernahme erklärten sie, einen "Blackout" gehabt zu haben.

Die Totenwache für Maria fand bereits in ihrer Heimatstadt Jandira statt. Dort wurde die 21-Jährige auch beerdigt.

{title && {title} } wil, {title && {title} } Akt. 17.06.2026, 10:09, 17.06.2026, 08:32
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