"Sie müssen gehen!"

Migranten in Südafrika: Angst vor Eskalation

In Südafrika steigt die Angst unter Migranten, nachdem Proteste ein Ultimatum für die Ausreise gesetzt haben. Viele fürchten um ihr Leben.
Newsdesk Heute
17.06.2026, 09:24
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In Südafrika wächst die Unsicherheit für Tausende Migranten ohne gültige Papiere. Viele berichten von Einschüchterungen und Übergriffen, nachdem Protestgruppen und Oppositionsparteien ein Ultimatum bis zum 30. Juni gesetzt haben. Besonders im Raum Durban sammeln sich derzeit zahlreiche Menschen, in der Hoffnung auf eine sichere Rückkehr in ihre Heimatländer.

Eine 36-jährige Frau aus Malawi schildert, wie bewaffnete Männer in ihr Haus eindrangen und ihre Familie schwer bedrohten. Ihr Ehemann wurde dabei verletzt. Hilfsorganisationen verteilen derzeit Decken und Lebensmittel an bis zu 7.000 Menschen, die im Freien ausharren.

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Mehrere afrikanische Konsulate organisieren Rücktransporte für ihre Bürger, darunter Malawi, Ghana und Mosambik. Bereits rund 3.500 Ausreisewillige haben sich gemeldet. Auch aus Nigeria wurden zuletzt über 500 Menschen zurückgeholt.

Starke Worte und politische Hintergründe

Die Protestgruppen bestreiten Fremdenfeindlichkeit und argumentieren, sie seien gegen illegale Zuwanderung und Überlastung der Sozialsysteme. Die Slogans ‚Mabahambe‘ – auf Zulu: ‚Sie müssen gehen‘ – sind auf Demonstrationen zu hören. Präsident Cyril Ramaphosa warnte jedoch vor Sündenbock-Politik und betonte, dass Gewalt gegen Migranten nicht akzeptabel sei.

Südafrika verzeichnet laut offiziellen Angaben über drei Millionen Ausländer, doch die Dunkelziffer könnte deutlich höher liegen. Die hohe Arbeitslosigkeit und wachsende wirtschaftliche Probleme belasten das Land zusätzlich. Viele Migranten berichten, dass sie trotz legalen Aufenthaltsstatus bedroht werden.

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