Gluthitze in Anmarsch

5 Dinge, die du über Hitzewellen wissen solltest

Wien und zahlreiche weitere Städte Europas litten im Mai unter der ersten großen Hitzewelle des Jahres. DAS solltest du über das Extremwetter wissen.
Bernd Watzka
02.06.2026, 06:15
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Die jüngste Mai-Hitzewelle sorgt quer durch Europa für ungewöhnlich hohe Temperaturen. Experten warnen seit Jahren davor, dass extreme Hitze auf dem Kontinent häufiger, länger und intensiver wird. Unser Kontinent gilt laut Daten der US-Wetterbehörde NOAA sogar als jener Erdteil, der sich seit den 1990er-Jahren am schnellsten erwärmt.

Neue Fakten über Hitze

Fakt ist längst: Was früher als Ausnahme galt, wird immer mehr zur Regel. Die Frage ist längst nicht mehr, ob die nächste Hitzewelle kommt - sondern wie früh und wie intensiv sie ausfällt. Hier sind fünf Dinge, die du über die neuen Hitzewellen in Europa wissen solltest:

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Fünf Fakten zu den neuen Hitzewellen

1
Schock des Sommers 2003
Als im August 2003 große Teile Westeuropas unter extremer Hitze litten, wurde vielen Menschen erstmals bewusst, wie gefährlich Hitzewellen sein können. Besonders Frankreich, Italien, Spanien und Portugal waren betroffen. Eine europäische Studie kam später zum Schluss, dass die Hitzewelle in 16 Ländern rund 70.000 zusätzliche Todesfälle verursacht hat. In der Folge führten zahlreiche Staaten Hitzewarnsysteme und Notfallpläne ein.
2
Keine Region bleibt verschont
Während die Hitzewelle 2003 vorwiegend Westeuropa traf, wurden seither alle Regionen Europas von extremer Hitze heimgesucht. 2010 erlebte Russland eine 45 Tage dauernde Hitzewelle, in Moskau wurden 37,2 Grad gemessen. 2019 standen Nord- und Westeuropa unter Hitzestress, während 2021 Südeuropa neue Rekorde verzeichnete. In Syrakus auf Sizilien wurden damals 48,8 Grad gemessen – bis heute Europas offizieller Temperaturrekord.
3
Hitze kommt früher – und bleibt länger
Hitzewellen beschränken sich längst nicht mehr auf die klassischen Sommermonate. Bereits 2019 und 2022 wurden Mitte Juni außergewöhnliche Temperaturen registriert. In Deutschland und Österreich fielen damals Monatsrekorde. 2023 hielten die hohen Temperaturen sogar bis in den September an. Heuer begann die erste große Hitzewelle in Teilen Europas bereits im Mai.
4
Zahl der Hitzewellen steigt
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen klar: Hitzewellen treten immer häufiger auf. Der französische Wetterdienst Meteo-France registrierte seit 1947 insgesamt 51 landesweite Hitzewellen. Davon entfielen 34 auf die Zeit seit dem Jahr 2000, 26 sogar auf die vergangenen 15 Jahre. Eine aktuelle europäische Studie bestätigt, dass die Häufigkeit extremer Hitze vor allem in den vergangenen drei Jahrzehnten deutlich zugenommen hat.
5
Rekorde purzeln am laufenden Band
Die höchsten jemals gemessenen Temperaturen Europas wurden fast alle in den vergangenen Jahren aufgestellt. Frankreich erreichte 46 Grad im Juni 2019, Großbritannien stellte 2022 mit 40,3 Grad einen historischen Rekord auf. Deutschland verzeichnete 2019 Höchstwerte von 41,2 Grad, Spanien meldete 2021 sogar 47,6 Grad. Experten gehen davon aus, dass solche Rekorde künftig noch häufiger fallen könnten.

Klimawandel und Extremwetter

Einzelne Extremereignisse lassen sich meist nicht auf eine einzelne Ursache zurückführen. Fakt ist laut UN-Weltklimarat: Durch die Klimakrise werden Extremwetterereignisse wie Hitzewellen, Überschwemmungen und Stürme häufiger und intensiver. Das heißt: Niederschläge und Stürme werden stärker, Hitzewellen heißer und Dürren trockener.

{title && {title} } bw, {title && {title} } 02.06.2026, 06:15
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