Invasive Art breitet sich aus

Götterbaum – Große Gefahr für Allergiker

Die Blüte des invasiven Götterbaums hat begonnen. Forscher warnen vor steigenden Pollenmengen und einer längeren Belastung für Allergiker.
Bernd Watzka
01.06.2026, 16:24
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Der Götterbaum breitet sich in Österreich seit Jahren aus - und könnte für Allergiker zunehmend zum Problem werden. Mit Beginn der Blüte Anfang Juni startet auch die Pollensaison des invasiven Baums, die bis Mitte Juli andauert.

Rasante Ausbreitung in Europa

Ursprünglich stammt der Götterbaum (Ailanthus altissima) aus China und Nordvietnam. Als Zierpflanze wurde er bereits 1780 in Berlin gepflanzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann jedoch seine rasante Ausbreitung in Europa. Seit 2019 steht er auf der EU-Liste invasiver Arten, in Österreich wird seine Verbreitung aktiv bekämpft.

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Große Gefahr für Allergiker

Anders als Birken oder Gräser wird der Götterbaum nicht ausschließlich durch den Wind bestäubt. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch Insekten. Dennoch gelangen dabei große Mengen an Pollen in die Luft, erklärt die MedUni Wien in einer Studie.

Zunehmende Belastung

Internationale Studien zeigen bereits deutliche Sensibilisierungsraten. In China reagieren bis zu 30 Prozent der Allergiker auf Götterbaumpollen. Für Österreich fehlen bisher zwar umfangreiche Untersuchungen, doch neue Daten aus Wien liefern erste Hinweise auf eine zunehmende Belastung.

Pollenmenge steigt deutlich an

Eine Langzeitstudie des Pollenservice Wien analysierte erstmals den Pollenflug des Götterbaums über einen Zeitraum von fast 50 Jahren. Das Ergebnis: Die Gesamtmenge der Pollen hat deutlich zugenommen. Gleichzeitig beginnt die Saison früher und erreicht ihren Höhepunkt früher als noch vor Jahrzehnten.

Als wichtigste Einflussfaktoren gelten die Temperatur und die Zahl der Sonnenstunden. Je wärmer und sonniger es ist, desto stärker fällt der Pollenflug aus.

Klimawandel beschleunigt Entwicklung

"Man muss mit einer Fortsetzung dieses Trends bei der derzeitigen Entwicklung der globalen Erwärmung ausgehen", erklärt Katharina Bastl vom Pollenservice Wien. Besonders in Städten könnte sich die Situation weiter verschärfen.

Der sogenannte Wärmeinsel-Effekt sorgt dafür, dass sich Ballungsräume stärker aufheizen als ihr Umland. Dadurch beginnen Pflanzen oft früher zu blühen und produzieren mehr Pollen.

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