Die Hitze im Juni hatte ganz Österreich im Griff. Mödling (NÖ) greift nun durch und konnte bereits die erste Maßnahme setzen.
Anfang Juni habe Bürgermeisterin Silvia Drechsler (SPÖ) dem Gesundheitsreferat unter Stadtrat Stephan Schimanowa (SPÖ) einen Auftrag gegeben – die Koordination eines Hitzeplans.
Außerdem wurde beschlossen, dass Kindergärten und Schulen Schritt für Schritt klimatauglicher gemacht werden sollen. "Unter Einbindung der Mödlinger Mittelschul- und Sonderschulgemeinde wird das gut gelingen", erklärt die Bürgermeisterin.
Eine Maßnahme konnte bereits ausgeführt werden: Dieses Jahr werden die Preise für die Eintrittskarten in das Stadtbad Mödling vergünstigt, sollte die Temperatur in Mödling mindestens 35 Grad erreichen.
Die Preise für die vergünstigten Tickets liegen dann auf dem Niveau von Kindertickets (Tagesticket 6 Euro). "Es darf nicht vom Einkommen abhängen, ob sich Menschen bei hoher Hitze in einer kommunalen Freizeiteinrichtung abkühlen können", so Drechsler.
Stadtrat Markus Gilly (SPÖ) und Mehmed Alajbeg (SPÖ), Gemeinderat und Betriebsleiter des Stadtbades, erklären: "Wir konnten die Besucherzahlen sowie die Umsätze in den letzten Jahren sukzessive erhöhen. Auch heuer sind wir über dem Niveau des Vorjahres, so dass sich die Stadt diese Maßnahme auch leisten kann."
Weitere Maßnahmen des Hitzeplans seien geplant und werden schrittweise realisiert. Schimanowa und Stadträtin Barbara Kreuzer (Grüne) erklären: "Als Stadt sind wir in der Verantwortung, auf die Klimaveränderungen mit geeigneten Maßnahmen zu reagieren. Wir können stolz sein, dass wir in Niederösterreich dabei eine Vorreiterrolle übernehmen."