Alltag zu unsicher

Alarmstufe Rot in Gefängnissen: Justizwache will Streik

Zu wenig Personal, steigende Gewalt: Die Justizwache schlägt Alarm und ruft zum Streik auf. Besonders betroffen ist die Grazer Justizanstalt Jakomini.
Österreich Heute
21.04.2026, 12:06
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Erstmals in der Steiermark ruft die Justizwache-Gewerkschaft zu einem Streik auf. Hintergrund ist akuter Personalmangel, der laut Gewerkschaft zunehmend zur Gefahr für Sicherheit und Alltag in den Gefängnissen wird. Am Donnerstag sollen in Graz und Leoben Dienststellenversammlungen stattfinden.

Immer weniger Personal

"Der Ruf nach Personal ist leider verhallt", warnt der Vorsitzende der Justizwache-Gewerkschaft Stefan Jud laut dem "ORF". Seit mehr als sieben Jahren habe es keine zusätzlichen Planstellen gegeben, obwohl die Belastung für die Beamten ständig steige. Mehrfach habe man Politik und Behörden um Unterstützung ersucht – ohne Ergebnis.

Mehr Gewalt hinter Gittern

Der Personalmangel wirkt sich laut Gewerkschaft bereits spürbar auf den Haftalltag aus. Weniger Betreuung und verkürzte Aufschlusszeiten würden die Stimmung unter den Insassen verschärfen. Die Folge seien mehr Aggressionen und ein steigendes Risiko für Übergriffe – sowohl zwischen Häftlingen als auch gegen Bedienstete.

100 neue Stellen gefordert

Die Gewerkschaft fordert daher dringend zusätzliche Kräfte. Insgesamt sollen 100 neue Planstellen geschaffen werden, um die Situation zu entschärfen. Besonders angespannt ist die Lage in der Justizanstalt Jakomini in Graz: "50 dieser Positionen sollen Jakomini entlasten, der Rest die anderen Anstalten", erklärt Gewerkschafter Jud.

Mit dem Streikaufruf erhöht die Justizwache nun den Druck auf die Verantwortlichen – und macht deutlich, dass es ohne rasche Maßnahmen nicht mehr weitergehen könne.

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