Plötzlich ist nichts mehr selbstverständlich: In St. Lambrecht in der Steiermark dürfen rund 250 Haushalte ihr Leitungswasser derzeit nicht mehr ungekocht trinken. Der Grund: Bei Kontrollen wurden gefährliche Keime entdeckt – berichtet die "Kleine Zeitung".
Konkret handelt es sich um Enterokokken – Bakterien, die vor allem für Kinder, ältere oder geschwächte Menschen zum Problem werden können. Sie können Durchfall, Bauchschmerzen und Übelkeit auslösen. Auch wenn die Gemeinde von einer Vorsichtsmaßnahme spricht, sorgt der Fund für große Verunsicherung.
Die Keime wurden im Bereich eines Hochbehälters nachgewiesen. Zwar nicht direkt im gesamten Leitungsnetz, doch das Risiko war groß genug, um sofort zu handeln. Die klare Anweisung: Wasser vor dem Trinken unbedingt abkochen.
Die Ursache dürfte bereits gefunden sein – und sie ist alles andere als appetitlich. Über ein Entlüftungsventil könnte verunreinigtes Wasser eingedrungen sein. Auch Tierkot, etwa von Kühen, wird als mögliche Quelle genannt.
Um keine Zeit zu verlieren, wurden die betroffenen Haushalte nicht nur online informiert. Auch die Feuerwehr zog von Tür zu Tür, um die Menschen zu warnen.
Parallel laufen Reinigungsarbeiten und weitere Tests auf Hochtouren. Erst wenn die Werte wieder im grünen Bereich sind, gibt es Entwarnung. Ein unsichtbares Problem mit spürbaren Folgen – beim Trinkwasser hört der Spaß auf.