Er steht meist unauffällig in der Ecke. Mal neben dem Kühlschrank, mal hinter der Tür oder im Abstellraum: Wenn Krümel auf dem Boden liegen oder Staub durch die Wohnung wirbelt, wird er sofort zur Hand genommen. Ein paar schnelle Bewegungen – und der Dreck ist verschwunden. Doch was kaum jemand bedenkt: Der Besen selbst wird dabei immer schmutziger.
Der beliebte Putzhelfer kommt mit so ziemlich allem in Kontakt, was auf dem Boden landet: Brösel am Boden, Straßendreck im Flur, Staub unter dem Sofa. In den Borsten sammeln sich mit der Zeit nicht nur sichtbare Rückstände, sondern auch Feuchtigkeit, Bakterien und Mikroorganismen.
Besonders kritisch wird es, wenn der Besen auch auf leicht feuchten Flächen eingesetzt wird. Dann entsteht ein ideales Klima für Keime, im schlimmsten Fall sogar für Schimmel. Gerade in der Küche, wo Hygiene eine zentrale Rolle spielt, kann ein verschmutzter Besen mehr Schaden anrichten, als man denkt.
Ein kleiner Trick hilft zusätzlich: Nach jedem Fegen grobe Schmutzreste aus den Borsten entfernen und den Besen möglichst nicht auf nassen Flächen verwenden. So verlängert sich der Zeitraum bis zur nächsten Grundreinigung deutlich.
Die Reinigung ist unkomplizierter, als viele denken, und dauert nur wenige Minuten: Zunächst sollte, wenn möglich, der Besenstiel vom Kopf getrennt werden. Anschließend werden grobe Schmutzreste aus den Borsten entfernt, am besten mit einer festen Bürste oder per Hand. Danach mischt man warmes Wasser mit etwas Feinwaschmittel und wäscht die Borsten gründlich aus – Handschuhe sind dabei empfehlenswert.
Wichtig ist, dass ein Bürstenrücken aus Holz möglichst nicht mit Wasser in Kontakt kommt, da das Material sonst aufquellen und Risse bekommen kann.
Nach dem Reinigen werden die Borsten mit klarem Wasser abgespült, der Besenkopf kräftig ausgeschüttelt und anschließend wieder montiert. Bei Holzrücken kann abschließend etwas Möbelpolitur aufgetragen werden. Das schützt das Material und verleiht ihm neuen Glanz.