Das Glas rutscht aus der Hand, fällt zu Boden – und zerspringt in unzählige Teile. Die großen Scherben sind schnell weggeräumt, doch die winzigen, fast unsichtbaren Splitter bleiben oft zurück. Ein überraschend einfacher Küchen-Trick soll hier helfen – und dafür braucht es nur eine Scheibe Weißbrot.
Was nach Küchenmythos klingt, funktioniert tatsächlich erstaunlich gut: Alles, was man braucht, ist eine Scheibe weiches Weißbrot. Diese wird leicht angefeuchtet, anschließend drückt man sie vorsichtig auf die betroffene Stelle am Boden. Die weiche, leicht klebrige Oberfläche wirkt wie ein Schwamm: Kleine Glassplitter bleiben daran haften und werden regelrecht "aufgesammelt".
Besonders die feinen, fast unsichtbaren Teilchen, die der Besen oft nur verteilt, lassen sich so gezielt entfernen. Der Vorteil: Das Brot passt sich Unebenheiten am Boden an und erreicht auch Fugen oder kleine Ritzen.
Weißbrot ist weich, porös und saugfähig: Durch das leichte Anfeuchten entsteht eine haftende Oberfläche. Kleine Splitter drücken sich in die Brotkrume und bleiben dort stecken. Anders als ein trockener Putzfetzen verschiebt das Brot die kleinen Scherben nicht, sondern nimmt sie auf.
So praktisch der Hack ist – er wirft auch Fragen auf: Eine Scheibe Brot nur für Glassplitter zu verwenden, klingt für manche nach unnötiger Lebensmittelverschwendung. Gerade in Zeiten, in denen bewusst mit Nahrungsmitteln umgegangen werden soll, sorgt der Tipp mitunter für Stirnrunzeln.
Wer kein Brot zur Hand hat oder lieber auf andere Methoden setzt, kann ebenfalls sicher vorgehen. Bewährt hat sich ein Stück Klebeband: Mit der klebrigen Seite nach unten lassen sich kleine Splitter gezielt aufnehmen. Auch ein feuchtes Küchenpapier kann helfen – hier sollte man jedoch vorsichtig drücken, um sich nicht zu verletzen.
Nach dem Aufkehren empfiehlt sich außerdem zu staubsaugen. Wichtig: Danach den Beutel kontrollieren oder entsorgen, um spätere Verletzungen zu vermeiden. Bei empfindlichen Böden kann auch ein leicht feuchter Mopp die letzten Partikel aufnehmen.