In Österreich zahlen Konsumentinnen und Konsumenten bei vielen Produkten mehr als ihre Nachbarn in Deutschland – besonders bei Non-Food-Artikeln wie Elektronik, Kleidung oder Haushaltswaren. Diese Erfahrung hat kürzlich auch TikTok-Userin Jana gemacht, als sie bei IKEA in Österreich war. Die Deutsche zog vor kurzer Zeit nach Österreich und brauchte noch ein paar Kleinigkeiten für die Wohnung.
Sie kaufte, wie sie in ihrem Video erklärt, "ein paar Bilderrahmen, ein paar Aufbewahrungsboxen und ein paar Kleinigkeiten wie Klobürsten und Fusselrollen". Dass Vieles hier teurer ist als in Deutschland, war ihr bewusst, trotzdem schockierte sie die Endsumme von 160 Euro, die für die paar Sachen fällig wurde.
Aus Interesse verglich sie online die Preise von IKEA Österreich mit denen von IKEA Deutschland – und staunte nicht schlecht über die Preisdifferenz.
Die Aufbewahrungsboxen, für die sie hierzulande 7,99 Euro pro Stück bezahlte, kosten in Deutschland 4,99 Euro. Ein Bilderrahmen ihrer Wahl (Modell "Lomviken") kommt in Österreich auf 12,99 Euro in Deutschland auf 8,99 Euro. Aus Neugier verglich Jana auch noch, welche preislichen Unterschiede es bei Möbelstücken gibt. Eine Kommode, Modell "Malm", kostet in Österreich 169 Euro, in Deutschland 129 Euro. Zum Schluss zeigt sie eine Couch, Modell "Söderhamn", in Österreich um 1019 Euro, in Deutschland um 799 Euro.
Der Begriff "Österreich-Aufschlag" meint umgangssprachlich, dass Produkte oder Dienstleistungen in Österreich spürbar teurer sind als in vergleichbaren Ländern – vor allem Deutschland – obwohl es oft dieselben Marken und dieselbe Ware sind.
Meist wird er erklärt durch: kleinerer Markt (weniger Wettbewerb, kleinere Mengen), höhere Logistik- und Vertriebskosten, andere Steuern/Abgaben und Preisstrategie der Unternehmen (Österreich zahlt "mehr").
Fakt ist: Die Preisbildung ist ein komplexes Zusammenspiel aus Faktoren wie Einkaufskonditionen, Logistik, Wettbewerbssituation und rechtlichen Rahmenbedingungen. Während bei Lebensmitteln nationale Unterschiede auch durch Transportkosten und regionale Produktion erklärbar sind, wirken bei Non-Food-Produkten zusätzliche Mechanismen: Hersteller-Preispolitiken, geringere Marktvolumina, weniger Konkurrenz durch Online-Händler oder höhere Fixkosten für Händler können hier eine Rolle spielen.