Die Bundesregierung feiert diese Woche die "Trendumkehr bei der Inflation". Laut Schnellschätzung der Statistik Austria ist die Teuerung – wie ausführlich berichtet – im Jänner auf 2,0 Prozent gesunken. Kanzler Christian Stocker sieht darin den Beweis, dass die Maßnahmen der Regierung wirken und spricht von spürbarer Entlastung für die Menschen.
Ganz anders sieht das FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl. Er wirft dem Kanzler Realitätsverweigerung vor und geht mit der Regierung einmal mehr hart ins Gericht. Während Stocker sich selbst auf die Schulter klopfe, würden viele Österreicher den Preisdruck im Alltag weiterhin massiv spüren.
Herbert Kickl: "Während Kanzler Stocker sich ständig selbst lobt, bricht vielen Menschen der Boden unter den Füßen weg. Die Realität draußen sieht anders aus: Rekordschulden, Rekordpreise, Rekordfrust. Wer in Schönwetterreden flüchtet, hat die Verantwortung längst abgegeben. Die FPÖ steht für einen echten Neustart und einen Kanzler, der das Land nicht verwaltet, sondern verändert."
Der Freiheitliche hält die von der Regierung präsentierten Zahlen für Augenwischerei. Gesunkene Inflationsraten würden nichts daran ändern, dass viele Preise auf Rekordniveau geblieben seien. Von echter Entlastung könne keine Rede sein, solange Miete, Energie und Lebensmittel für viele kaum mehr leistbar seien.
Für den FPÖ-Chef ist klar: "Österreich braucht keinen Kanzler der Selbstzufriedenheit, sondern einen echten Systemwechsel." Die Blauen traten zuletzt wiederholt für rasche Neuwahlen ein, die sie laut aktuellen Umfragen deutlich gewinnen würden.