Laut der Schnellschätzung der Statistik Austria liegt die Inflation im Jänner bei 2,0 Prozent. Dies kann durchaus als erster Teilerfolg für die Bundesregierung gewertet werden. Allen voran Kanzler Christian Stocker setzte sich mit der 2-Prozentmarke ein sichtbares Ziel. Ausschlaggebend für die im Vergleich zu 2025 niedrigere Teuerung war das Ende des Basiseffektes bei Strom und Preisrückgänge bei Energie generell (Strom, Gas, Heizöl, Treibstoffe). Ein Vergleich der Indexstände von Dezember 2025 zu Jänner 2026 zeigt, dass das Preisniveau voraussichtlich um 0,7 % sinkt.
Entsprechend erfreut zeigen sich am Mittwochvormittag die Regierungsparteien. Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) sieht durch die aktuelle Entwicklung "vor allem eines: mehr Luft zum Atmen".
Auch die Spitzen der SPÖ und von den Neos zeigen sich in entsprechenden Aussendungen erfreut. "Zwei Prozent Inflation sind ein wichtiges Etappenziel und gute Nachrichten für die Geldbörsen der Menschen sowie für Österreichs Wettbewerbsfähigkeit. Die gemeinsame Arbeit der Bundesregierung zeigt Wirkung und bringt spürbare Entlastung für die Haushalte sowie positive Impulse für den Standort", sagt etwa Außenministerin und Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger.
Generalsekretär Douglas Hoyos spricht indes auch die Notwendigkeit weiterer Schritte an. "Neben zielgerichteten Entlastungen braucht es weiterhin konsequente strukturelle Reformen und mehr Wettbewerb, um die Preisstabilität dauerhaft abzusichern. Die heutigen Zahlen sind kein Auftrag, sich zurückzulehnen, sondern zeigen, dass der eingeschlagene Weg fortgesetzt werden muss", erklärt er.
Auch die SPÖ sieht sich durch die aktuell präsentierten Zahlen im eingeschlagenen Weg bestätigt. Vizekanzler Andreas Babler hebt den Mietpreis-Stopp hervor. Damit habe man den Preissteigerungen im Wohnbereich einen Riegel vorgeschoben. Außerdem habe man mit dem Günstiger-Stromgesetz und dem Senken der Energieabgaben den Anstieg der Energiepreise aufgehalten.
Auch Finanzminister Markus Marterbauer zeigt sich hocherfreut. "Mit 2,0 Prozent erreicht die Inflation den niedrigsten Wert seit Dezember 2024 und ist knapp halb so hoch wie im Dezember 2025. Der Rückgang der Inflationsrate geht deutlich über den Basiseffekt des Preisschubs durch die am Jahresbeginn 2025 ausgelaufene Strompreisbremse hinaus", hält er via Aussendung fest.