Der Ozean bleibt ein Mysterium. Ein Schnorchler hatte mit seiner Kamera das seltene Glück, diese schwarz-weißen Tiere einzufangen. Vor der Küste Sumatras (Indonesien) entdeckte er eine ganze Kolonie gestreifter Röhrenaale. Die Tiere steckten den Kopf aus dem sandigen Meeresboden und wippten mit der Strömung wie Seegras.
Die schlangenähnlichen, gestreiften Geschöpfe wohnen tatsächlich in "Röhren". Sie graben sie selbst mit ihren spitzen Schwänzen und härten dann die Wände mit einem eigenen Sekret aus, damit kein Sand mehr nachrieseln kann. Ihre Hinterbeine bleiben permanent in der schützenden Röhre, während das Kopfende auf Futtersuche geht und Zooplankton schnappt.
Kennst du bereits die merkwürdigsten Kreaturen der Tiefsee? Klick dich durch:
Gewusst?
Das Paarungsverhalten der Röhrenaale sorgt für Unstimmigkeiten in der Wissenschaft. Während einige Experten schreiben, dass die Männchen die Höhle verlassen um die Weibchen zu besuchen, behaupten andere, dass sich die Pärchen mit der Röhre durch den Sand wühlen, um sich näher zu kommen.
Bei kleinster Gefahr verschwindet die ganze Kolonie, die auch aus mehreren tausend Tieren bestehen kann, wieder blitzschnell in ihren Höhlen.