Zecken findest du auf der ganzen Welt. Sie können gefährliche Krankheiten übertragen und überleben sogar bei Kälte. Im Winter ziehen sie sich einfach in eine Starre zurück. Selbst in Sibirien gibt es Zecken. In Österreich breitet sich außerdem die Amerikanische Rebzikade aus, die den Winzern bereits in mehreren Regionen immer mehr Probleme bereitet.
„Die Amerikanische Rebzikade kommt auch aus Gegenden, wo es durchaus friert. Sie findet Unterschlupf in Rindenritzen und da ist der Einfluss leider nicht allzu groß drauf, damit sie abstirbt“Gerald RaserGartenbauspezialist, Landwirtschaftskammer
Auch die Hirschlausfliege kommt immer häufiger vor:
Auch andere Schädlinge wie Reis- und Baumwanzen oder die Tigermücke sind mittlerweile in Österreich angekommen. Sie werden wohl auch in Zukunft nicht mehr verschwinden. Diese Insekten verstecken sich in Gärten und Häusern und schaffen es so, den Winter zu überstehen, sagt der Experte. Die Tigermücke erfriert beispielsweise zwar in freier Natur, aber in der Nähe von Menschen hat sie gute Überlebenschancen.
Große Probleme verursachen auch "Maiszünsler", "Rübenrüssler" oder Erdflöhe in der Landwirtschaft. Sie richten großen Schaden an, überstehen die kältesten Winter und können sogar mehrere Generationen pro Jahr hervorbringen. Ein weiteres Sorgenkind ist der Borkenkäfer, der in den Wäldern enorme Schäden anrichten kann. Dieses Tier gibt es aber bereits seit 100 Millionen Jahren. "Der ist so gewöhnt an unser Klima, dass es da keine Chancen gibt, dass er sich über den Winter reduzieren wird", sagt Raser.
Im Garten sind Nacktschnecken für viele ein Graus, doch wenn sie sich nicht gut verstecken – zum Beispiel im Kompost oder Laubhaufen – erfrieren sie. Ihre Eier legen sie aber schon im Herbst ab, und diese halten auch tiefe Minusgrade locker aus.