Ein nächtlicher Einbruch in Wien sorgt für große Bestürzung. Eine 26 Jahre alte Frau wurde in ihrem eigenen Zuhause aus dem Schlaf gerissen, nachdem sie plötzlich Berührungen an ihrem Körper gespürt hatte. Erst im nächsten Moment erkannte sie, dass die Berührungen nicht von ihrem Ehemann kamen, sondern von einem völlig fremden Mann, der sich unbemerkt Zutritt zum Haus verschafft hatte.
Der Vorfall ereignete sich laut Bericht der "Krone" in der Nacht auf den 24. Juni in der Arbeiterstrandbadstraße in Wien-Donaustadt. Gegen 3.50 Uhr schlief die 26-Jährige gemeinsam mit ihrem Mann, als sie nach eigenen Angaben durch Berührungen aufwachte. Erst dürfte die Frau geglaubt haben, dass ihr Ehemann sie berührte. Doch kurz darauf bemerkte sie einen Unbekannten direkt an ihrem Bett.
Nach den bisher bekannten Informationen soll sich der Mann an ihrem Oberkörper zu schaffen gemacht und sie gestreichelt haben. Als die Frau den Fremden bemerkte, reagierte sie sofort und schrie laut auf. Der Täter ergriff daraufhin umgehend die Flucht und verschwand aus dem Haus. Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb ohne Erfolg. Die Polizei setzte auch einen Hubschrauber ein, konnte den Mann jedoch nicht mehr ausfindig machen.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler dürfte der Einbrecher über ein gekipptes Fenster im Erdgeschoß in das Wohnhaus gelangt sein. Besonders rätselhaft ist für die Ermittler das Motiv des Täters. Nach derzeitigem Stand wurde nichts gestohlen. Weder Bargeld noch Schmuck oder andere Wertgegenstände sollen fehlen. Alles deutet darauf hin, dass der Mann das Haus betrat, ohne etwas mitzunehmen.
Im Zuge der Spurensicherung untersuchten Ermittler nicht nur den Einstiegsbereich, sondern auch die Berührungen am Körper der Frau. Wie Polizeisprecherin Anna Gutt erklärte, wurden der 26-Jährigen Abdrücke am Arm genommen. Die Hoffnung der Ermittler ist, auf diese Weise verwertbare Fingerabdrücke oder andere Spuren des Täters sichern zu können. Ob der Unbekannte gezielt dieses Haus ausgesucht hatte oder zufällig dort eindrang, ist unklar
Laut Polizei sind vergleichbare Fälle bislang nicht bekannt. Die Ermittlungen laufen weiter.