Nach Alkoholverbot

Alk, Drogen – Westbahnhof-Szene macht Grätzel unsicher

Verbietet man den Alkoholkonsum, zieht die Szene weiter. So wurde das Problem um den Westbahnhof zur U6-Station Josefstädter Straße verlagert.
Newsdesk Heute
13.08.2026, 12:09
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Des einen Freud, des anderen Leid! Während das Alkoholverbot am Westbahnhof für eine Entspannung der Lage gesorgt hatte, wurde die Situation um die U6-Station Josefstädter Straße nur schlimmer. Der Grund: Die Drogen- und Alkoholszene hat sich kurzerhand in die U-Bahn gesetzt und ist einfach umgesiedelt.

Laut einem Bericht der "Kronen Zeitung" zählen in dem Grätzel neben der U-Bahnstation noch das Sophie 7, das Obdachlosen-Tageszentrum Josi und die Wohnhausanlage Yppenheim zu den Brennpunkten. Anrainer berichten, dass Alkohol- und Drogenkonsum in der Gegend zwar sichtbar gewesen sei, aber seit dem Sommer sei die Lage dann eskaliert. Es sei nicht mehr so friedlich wie früher.

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Drogen, Alkohol, Einbrüche

So erzählte eine Frau gegenüber der Tageszeitung von hausfremden Personen, die vor dem Eingang ihrer Wohnhausanlage herumlungern und diesen blockieren würden. Zudem sollen sie die Tür zum Innenhof eintreten und diesen dann als Toilette, Lagerplatz für Drogen oder als Konsumort nutzen. Dies sei erst seit dem Alkoholverbot am Westbahnhof so, erklärte die Anrainerin.

Der Bereich um das Yppenheim sei nun ein Treffpunkt für völlig neue Leute, die zuvor wohl am Westbahnhof gewesen seien. Die junge Frau sprach von Lagern in denen Alkohol getrunken, bis spät in die Nacht laut Musik gehört, Drogen konsumiert und herumgeschrien werde. Sie selbst sei in den letzten Monaten "mehrfach sexuell belästigt und bedroht" worden, obwohl sie schwanger sei. Bewohner des Yppenheims fordern nun eine Prüfung des Alkoholverbots und mehr Polizeikontrollen.

100 Polizisten fehlen

Erst im Juli machte sich Bezirksvorsteherin Stefanie Lamp (SPÖ) ein Bild von der Lage und sprach mit Anrainern. Ihr zufolge gebe es vor Ort "unterschiedliche Herausforderungen". Für diese würde es "keine einfache Lösung" geben. Gegenüber der "Kronen Zeitung" sagte sie, dass der Bezirk pro Jahr eine Million Euro in soziale Arbeit stecke und in ständigem Austausch mit Josi stehe. Besonders brisant: Laut der Bezirksvorsteherin würden rund 100 Polizisten fehlen.

Die vorhandenen Beamten seien bereits mehr als gefordert. Sie würden tägliche Streifendienste vor Ort und regelmäßige Schwerpunktaktionen durchführen. Dabei kommen sowohl uniformierte als auch zivile Polizeikräfte zum Einsatz. Des Weiteren sei eine Schutz- und Waffenverbotszone eingerichtet worden.

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